Fußball

Vorbereitungscheck: Realistische Ziele für die SG Selm, aber Improvisation ist gefragt

Die SG Selm geht in ihre erste Spielzeit, in der Trainer Mario Rast die Vorbereitung leitet. Die gesetzten Ziele scheinen realistisch, das Erreichen dieser ist aber längst kein Selbstläufer.

Einen Vorteil hat die SG Selm in dieser Spielzeit: Mario Rast, Trainer des Fußball-A-Ligisten, konnte die Vorbereitung so gestalten, wie er wollte. In der vergangenen Spielzeit übernahm er die SG erst zum dritten Spieltag, weil sich der Verein zuvor von Coach Deniz Sahin getrennt hatte. Außerdem hat es Änderungen im Kader gegeben: Die SG Selm im Vorbereitungscheck.

Die Vorbereitung

Mit den Ergebnissen der Testspiele können alle Verantwortlichen der SG Selm zufrieden sein. Lediglich eine Niederlage gegen Bezirksligist VfL Senden kassierte das Team. „Senden war aber extrem unterbesetzt, sonst hätte es sicher eine größere Reise gegeben“, ordnet Rast ein.

Dennoch ist der Coach mit der Vorbereitung einverstanden. „Die war in Ordnung“, so Rast.

Die Neuzugänge

Sechs Spieler kamen im Sommer an den Sandforter Weg. Dass die Integration schnell gelang, war letztlich keine große Überraschung. Das Quartett, das vom SuS Olfen zur SG kam, ist Rast bestens aus dessen Zeit als Trainer der Olfener Reserve bekannt. Zudem fand Rast weitere Spieler mit einer Vergangenheit an der Hoddenstraße in Selm vor.

Weniger bekannt waren Rast die Coerdt-Brüder Kevin und Robin. Zwar sah er sie zuvor bei Spielen in Lüdinghausen, trainiert hatten sie bis dahin aber nicht unter Rast. Kevin Coerdt, mit dem der Trainer jüngst ein klärendes Gespräch führte, machte vor Kurzem seinen ersten Startelfeinsatz und scheint langsam eine Option zu sein.

„Auch Robin ist ein guter Fußballer“, sagt Rast über Kevins Bruder. „Er ist noch ein bisschen Ball-verliebt, aber da arbeiten wir dran.“ Beide seien aber gut angekommen, zumal die Stimmung in der gesamten Mannschaft gut sei. „Der Teamspirit stimmt“, so Rast.

Die Verletzten

Wie viele andere Mannschaften auch, hat die SG eine Reihe von Spielern, die verletzungsbedingt nicht auflaufen können. So muss der Trainer beim Auftakt beim SC BW Ottmarsbocholt auf seine bisherige Stamm-Innenverteidigung, bestehend aus Paul Ulrich und Tobias Lütjann, verzichten, die er schon im Pokal hatte auswechseln müssen. Ulrich plagen die Auswirkungen eines Magen-Darm-Infekts, Lütjann knickte um und wird wohl nicht einsatzbereit sein.

Ebenfalls ausfallen wird Marc Westrup, der sich schwer verletzte und entsprechend länger ausfällt – bei ihm droht sogar das Karriereende. Alex Schwegler ist noch angeschlagen und Marius Schade hat eine Grippe. Beide stehen auf der Kippe.

Definitiv nicht dabei sein werden Barsanen Tarhan, Marius May und Rene Schickentanz, die allesamt im Urlaub weilen. Zudem befindet sich Jannik Blecher beruflich im Ausland. „Ich werde improvisieren, das wird tricky“, fasst Rast zusammen.

Die Ziele

Mario Rast hält sich mit der Formulierung einer Zielvorgabe zurück. Das liegt einerseits daran, dass der Trainer eigentlich im Kreis Ahaus/Coesfeld zuhause ist und noch nicht über ein entsprechendes Netzwerk im Kreis Münster verfügt.

Andererseits sind bereits einige Favoriten um die obersten Plätze ausgemacht. „Warendorf und Mecklenbeck haben Ansprüche“, so Rast. „Fest steht aber: Mit der Truppe wollen wir besser sein, als in den letzten Jahren.“ In den vergangenen, beiden kurzen Saisons wurde die SG Zehnter beziehungsweise Sechster. Das zu übertreffen scheint nicht unrealistisch.

Über den Autor
Redakteur
Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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