Jonas Osterkemper (l.) verließ GS Cappenberg und schloss sich Westfalia Wethmar an. © Hendrik Skirde
Fußball

Wer folgt bei GS Cappenberg auf den abgewanderten Top-Torjäger? Vorbild ist der BVB

GS Cappenberg musste im Sommer den Verlust seines besten Torschützen verkraften. Es stellt sich die Frage, wer in die Fußstapfen treten kann. Vorbild könnte die letzte Meistermannschaft des BVB sein.

Der Abgang von Jonas Osterkemper von GS Cappenberg dürfte nicht allen beim Fußball-A-Ligisten gefallen haben. In der nach lediglich fünf Spielen annullierten vergangenen Saison kam der Stürmer auf immerhin drei Treffer, in der verkürzten Spielzeit davor kam er auf zehn Tore und war bester Schütze bei den Grün-Schwarzen.

In der kommenden Saison wird sich GSC aber nicht auf die Dienste Osterkempers verlassen können: Dieser hat sich für 2021/22 Bezirksligist Westfalia Wethmar angeschlossen. Wer könnte in die Rolle des Top-Torjägers schlüpfen?

Angesprochen auf die Frage ist sich Pascal Harder nicht sicher. Oder besser gesagt kann der GSC-Spielertrainer keine eindeutige Antwort auf die Frage geben. „Ich hoffe natürlich, dass unsere Offensivtransfers einschlagen und treffen“, so Harder, „aber wir brauchen nicht einen Spieler, der 20 Tore macht, sondern fünf, die jeweils fünf machen.“

GS Cappenberg nimmt sich den BVB zum Vorbild

Dabei hat der GSC-Trainer ein durchaus prominentes Vorbild: „Unausrechenbarkeit könnte unser Trumpf werden – so wie beim BVB, als er 2012 Meister wurde“, meint Harder. „Wir sind breit gefächert aufgestellt und haben eine ganze Reihe Spieler, die Tore machen können.“

Fabrice Pestiger ist für seinen Weitschuss gefürchtet.
Fabrice Pestiger ist für seine Weitschüsse gefürchtet. © Jura Weitzel © Jura Weitzel

Kandidaten in den Reihen der Cappenberger gibt es genug: Die Neuzugänge Marcus Goletz, Lukas Glaser und Alex Griskevic, Maxi Stasch, Benedikt Stiens, Tom und bei Standards Verteidiger Michel Zentgraf oder Fabrice Pestinger, der für ein Tor aus der zweiten Reihe gut sei, zählt Harder auf. „Da sieht man, wie breit wir aufgestellt sind, aber natürlich müssen wir trotzdem die Tore erst mal machen.“

Ein Zufall ist das indes nicht: „Bei den Jungs, die wir holen, sind immer solche dabei, die mindestens zwei Positionen spielen können – häufig offensiv wie offensiv“, sagt Harder. „Da ist es auch klar, dass wir viele verschiedene Torschützen haben.“

GSC ist nicht von einer Person abhängig

Diese Strategie dürfte Chance und Risiko zugleich sein. Trifft GS Cappenberg nicht regelmäßig, dürfte die Frage aufkommen, warum kein adäquater Ersatz für Top-

Torjäger Osterkemper geholt wurde. Umgekehrt machen sich die Grün-Schwarzen nicht von einem Torjäger abhängig, wenn dieser ausfällt oder im Formtief festhängt.

Harder setzt eher auf Letzteres: „Weil so viele Leute verschiedene Positionen spielen können, ist es gar nicht zu vermeiden, dass wir vor dem Tor auftauchen“, so Pascal Harder mit einem Schuss Selbstironie. Der GSC-Trainer fügt zusammenfassend an: „Bei uns ist ohnehin jeder geil aufs Toreschießen.“

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Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel