Dennis Gerleve musste am Sonntag zu einem unliebsamen Mittel greifen. © Fleckmann
Fußball-Kreisliga A

Westfalia Vinnum musste auf etwas zurückgreifen, was es eigentlich längst nicht mehr will

Die Personalsorgen greifen bei Westfalia Vinnum um sich. Schon am vergangenen Wochenende musste Spielertrainer Dennis Gerleve auf ein Mittel zurückgreifen, das der Vergangenheit angehören sollte.

Je zwei Siege und Niederlagen, dazu ein Remis und ein fast ausgeglichenes Torverhältnis: Der Saisonstart von Westfalia Vinnum in die Kreisliga A2 Recklinghausen hätte durchschnittlicher fast nicht sein können. Doch die Personalprobleme sind noch immer groß.

Das war schon am vergangenen Sonntag so. Da empfing die Westfalia den FC Leusberg und trennte sich von ihm 2:2. Dabei musste Spielertrainer Dennis Gerleve zu einem Mittel greifen, das ursprünglich nicht mehr zum Einsatz kommen sollte.

Marcell Gebauer spielt an der Seite von Dennis Gerleve

In der ersten Halbzeit standen Gerleve und sein Co-Trainer Marcell Gebauer gemeinsam auf dem Platz. Ein Beobachter von Außen fehlte demnach. „Das ist dann natürlich schon schwierig, das muss man so sagen“, so Gerleve.

Marcell Gebauer unterstützt Dennis Gerleve normalerweise vom Seitenrand aus.
Marcell Gebauer unterstützt Dennis Gerleve normalerweise vom Seitenrand aus. © Jura Weitzel © Jura Weitzel

Die Personalprobleme der Westfalia hätten Gerleve und Gebauer allerdings kaum eine andere Wahl gelassen. „Eigentlich wollen wir das auch gar nicht mehr. Du hast einfach nicht mehr diesen objektiven Einblick von Außen. Das fehlt definitiv“, sagt Gerleve.

So habe er sich im Normalfall mit seinem Co-Trainer beispielsweise vor der Halbzeitansprache besprechen und eine rationale Analyse vornehmen können. Nun sind alle vier Augen des Trainerteams im Spiel erstmal auf den eigenen Zuständigkeitsbereich gerichtet.

Ob aus dem Trainerteam Gerleve/Gebauer am Sonntag wieder auch das Spielerduo Gerleve/Gebauer wird, steht noch nicht fest. Drei Vinnumer Spieler stünden kurz davor, Vater zu werden, so Gerleve. Hinzu kommen einige angeschlagene und verletzte Akteure.

Marcel Müller fehlt weiterhin bei Westfalia Vinnum

So wird beispielsweise auch Keeper Marcel Müller, der vor der Saison vom TuS Halten aus der Oberliga an die Borker Straße stieß, wohl immer noch ausfallen. „Wirklich verändern wird sich der Kader nicht“, sagt Gerleve.

Am Sonntag (15 Uhr, Im Hirschkamp, Waltrop) geht es für die Westfalia zum VfB Waltrop. Die Waltroper haben zwei Zähler mehr gesammelt als Vinnum, schossen inklusive Kreispokal in der laufenden Saison bereits vier Mal vier Tore.

„Das wird auch wieder ein Prüfstein für uns werden“, sagt Gerleve, der ansonsten nur über wenige Informationen über den Gegner verfügt.

Über den Autor
freier Mitarbeiter
Amateursportler bewegen vielleicht weniger Menschen als die Profis, dafür aber umso intensiver. Sie schreiben die besseren Geschichten - vor allem im Ruhrgebiet. Diese zu erkennen und aufzuschreiben, darum arbeite ich seit 2017 für Lensing Media. Darüber hinaus Handballtrainer im Jugendbereich. Gebürtig aus Lünen.
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Timo Janisch