121 Kinder sammeln bei Selmer Ferienbetreuung spannende Erkenntnisse

rnFerienbetreuung

So spannend können die Ferien in Coronazeiten sein: Unter der Leitung von Luisa Seier und Lara Hörning haben 121 Kinder viel über Natur und Umwelt erfahren. Sie wurden vielfältig aktiv.

Selm

, 09.08.2020, 11:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vielfältige Naturerlebnisse sowie der nachhaltige Umgang mit begrenzten Ressourcen zur Schonung der Umwelt standen in diesem Jahr im Mittelpunkt der dreiwöchigen Sommerferienbetreuung von Stadt Selm und des Vereins Ganz Selm.

Bevor es jedoch raus in die Natur ging, mussten die Verantwortlichen ein umfangreiches Hygienekonzept mit dem Kreisgesundheitsamt abstimmen. Dazu gehörte, dass die 121 Kinder in feste Bezugsgruppen von maximal 10 Kindern eingeteilt wurden. Dass um 30 Prozent aufgestockte, 27-köpfige Betreuerteam organisierte für die Kinder täglich kreative, sportliche und naturnahe Angebote.

Die Kinder bastelten Bienenwachstücher, Tiere aus Ton im neuen Töpferraum des Sunshines oder ließen ihrer Phantasie freien Lauf, u. a. im freien Spiel am Selmer Bach. Das vom Jugendpfleger der Stadt Selm, Benedikt Dorth, organisierte Rahmenprogramm nahm ebenfalls Bezug zum Motto „Grünes Spielmobil“: Ketteler Hof, Waldschule Cappenberg, Umwelttheater „Motte will Meer“machten den Kindern Spaß und regten zur kindgerechten Auseinandersetzung mit Umweltfragen und zu Lösungsmöglichkeiten an.

Am vorletzten Tag der beliebten Ferienfreizeit Spielmobil bot der Umweltbus Lubricus der Natur- und Umweltschutz-Akademie des Landes NRW den Kindern nochmals ein eindrucksvolles Naturerlebnis auf dem Gelände der Waldschule Cappenberg. Das methodische Konzept des Umweltbusses in Verbindung mit den technischen Möglichkeiten ging für Kinder und Betreuer voll auf.

Pädagoge gibt den Kindern lebenspraktische Tipps

Die Spielmobilkinder kamen in ihren Bezugsgruppen und waren sofort begeistert von dem mit modernster Technik ausgestatteten 7,5 Tonner unter Leitung des erfahrenen Umweltpädagogen Ottmar Hartwig. „Krass“ oder „Echt cool“ fanden die Kinder die Solaranlage auf dem Lumbricus und die digitalen Möglichkeiten, eigene Proben, die unter fachkundiger Anleitung im Wald gefunden wurden mit digitalen Bildgebungsverfahren auf großem Bildschirm ganz nah zu erleben.

Natürlich ging es auch raus in die Natur.

Natürlich ging es auch raus in die Natur. © Veranstalter

Nach einer Einführung in die Möglichkeiten des Umweltbusses ging es in den Cappenberger Wald. Dort sammelten die Kinder u. a. Wanzen, ein thematischer Schwerpunkt, den Umweltpädagoge Hartwig den Kindern mit selbst gezeichneten Skizzen erklärte. Außerdem entdeckten die Kinder hinter jedem Baum Neues, wie Kletten, deren Haftungsfähigkeit Pädagoge Hartwig später unter dem Mikroskop anschaulich erklärte. Die Kinder verstanden, dass der beliebte Klettverschluss sein Vorbild in der Natur hat.

Lebenspraktisch war der Tipp von Ottmar Hartwig zum Abschluss in der motivierten Runde der Kinder: Wegerich hilft, brennende Schmerzen von Brennnesseln zu neutralisieren – die Kinder wollten alle das Wunderkraut mit nach Hause nehmen.

Lesen Sie jetzt