23 Antworten zur Flüchtlingsnotunterkunft in Selm

Info-Abend in der LAFP-Mensa

Rund 700 Bürger haben sich am Montagabend in der Mensa des Landespolizeiausbildungsinstituts in Bork informieren lassen, was auf sie zukommt, wenn schon bald die ersten Flüchtlinge in die Notunterkünfte auf dem Hallenbad-Parkplatz des LAFP einziehen werden. Wir haben die Fotos und Antworten auf die drängendsten Fragen.

Bork

, 10.08.2015, 22:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
23 Antworten zur Flüchtlingsnotunterkunft in Selm

Rund 700 Menschen kamen zur Veranstaltung beim LAFP.

Die Menschen bekamen jede Menge Informationen aus kompetenten Mündern. Die Bezirksregierung hatte den Regierungsvizepräsidenten Volker Milk geschickt. Das LAFP war mit dem Direktor Michael Frücht vertreten. Die Kreispolizeibehörde Unna vertrat der Leitende Polizeidirektor Hans-Dieter Volkmann. Das Deutsche Rote Kreuz repräsentierte Hans-Jürgen Hecker. Und auch Selms Bürgermeister Mario Löhr sprach zu den Zuhörern.

Die wichtigsten Antworten

Wir fassen die wichtigsten Antworten auf die drängendsten Fragen der Zuhörer zusammen:

  • In der kommenden Woche werden winterfeste, beheizbare Zelte auf dem Parkplatz des Hallenbades aufgestellt.
  • Sie fassen bis zu 70 Menschen.
  • In der 35. Kalenderwoche sollen die ersten Flüchtlinge' type='' href='https://ruhrnachrichten.atavist.com/sehnsuchtnachfrieden einziehen.
  • Syrien, Serbien und weitere Westbalkanstaaten und Afghanistan: Das sind die Länder, aus denen die meisten Flüchtlinge nach Bork kommen.
  • Bis zu 1000 Menschen kommen in die Borker Notunterkünfte.
  • Laut Volker Milk soll es auch bei dieser Zahl bleiben. Mehr sollen es nicht werden.
  • Die Notunterkunft soll möglichst nur ein Jahr stehen.
  • Betreiben wird das Deutsche Rote Kreuz die Flüchtlingszelte.
  • Es wird auch eine Krankenstation geben.
  • Zusätzlich sollen niedergelassene Ärzte eingebunden werden.
  • Die Flüchtlinge werden alle schnell auf Tuberkulose' type='' href='https://de.wikipedia.org/wiki/Tuberkulose untersucht.
  • Zudem wird es Reihenimpfungen geben, die Infektionskrankheiten ausschließen sollen.
  • Für die 1000 Menschen soll es 100 Toiletten und 100 Duschen geben.
  • Verpflegt werden sie aus einer Großküche.
  • Es wird einen sozialen Dienst mit 40 bis 45 Menschen geben, die sich um die Flüchtlinge kümmern.
  • Laut Hans-Jürgen Hecker sollen ehrenamtliche Freiwillige diese Profis unterstützen, etwa bei Integrationsmaßnahmen oder Sprachvermittlung.
  • Um die Sicherheit der Bürger, aber auch der Flüchtlinge in den Notunterkünften zu gewährleisten, wird es extra für die Zeltstadt einen  Streifenwagen geben, der im Zweischichtbetrieb von 6 bis 22 Uhr vor Ort sein wird.
  • In einer Extra-Unterkunftswache werden täglich von 10 bis 18 Uhr ein Bezirksbeamter und ein  Mitarbeiter des Ordnungsamtes ansprechbar sein.
  • Die Polizei wird zwölf Beamte zusätzlich abstellen. Dazu wird Personal innerhalb der Kreispolizeibehörde Unna umgeschichtet.
  • Zudem wird rund um die Uhr ein privater Sicherheitsdienst vor Ort sein.
  • Die Flüchtlinge werden die Unterkunft verlassen dürfen.
  • Aus Erfahrung sagt die Polizei, dass im Umfeld von Notunterkünften keinerlei Gewaltkriminalität zu verzeichnen sei, Kleinkriminalität schon.
  • Die Stadt Selm wird einen Runden Tisch mit den drei Asylkreisen und dem DRK ins Leben rufen.

Bürgermeister Mario Löhr richtete einen Appell an alle Selmer Bürger: "Da kommen Menschen zu uns, die Glück haben, dass sie überhaupt noch leben. Zeigen Sie eine Willkommenskultur, die die Flüchtlinge verdienen."

In unserer Fotostrecke finden Sie viele Bilder vom Abend in der LAFP-Mensa:

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Das war der Infoabend zur Selmer Flüchtlingsunterkunft

Rund 700 Frauen und Männer aus ganz Selm haben sich am Montagabend in der Mensa des Landespolizeiausbildungsinstituts LAFP im Selmer Ortsteil Bork informieren lassen, was auf sie zukommt, wenn schon in der 35. Kalenderwoche die ersten Flüchtlinge in die Notunterkünfte auf dem Hallenbad-Parkplatz des LAFP einziehen werden. Wir haben die Fotos.
10.08.2015
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Die Bürger hatten viele Fragen und bekamen viele Antworten.© Foto: Arndt Brede
Pater Altfried Kutsch (Bildmitte) hörte genau zu.© Foto: Arndt Brede
Ein ernstes Thema mit konzentrierten Zuhörern.© Foto: Arndt Brede
Vor allem die Appelle, mitzuhelfen, bekamen großen Beifall.© Foto: Arndt Brede
Bürgermeister Mario Löhr: "Zeigen Sie eine Willkommenskultur, die die Flüchtlinge verdient haben."© Foto: Arndt Brede
Hans-Jürgen Hecker (DRK): "Der Aufbau der Strukturen benötigt etwas Zeit."© Foto: Arndt Brede
Leitender Polizeidirektor Hans-Dieter Volkmann: "Wir nehmen die Probleme der Bürger ernst."© Foto: Arndt Brede
LAFP-Chef Michael Frücht: "Auch das LAFP wird auf die Flüchtlinge zugehen."© Foto: Arndt Brede
Regierungsvizepräsident Volker Milk: "Wir danken der Stadt Selm und dem LAFP für die Unterstützung."© Foto: Arndt Brede
Das Podium mit (v.l.) Regierungsvizepräsident Volker Milk, Bürgermeister Mario Löhr, LAFP-Direktor Michael Frücht, dem Leutenden olizeidirektor Hans-Dieter Volkmann und Hans-Jürgen Hecker vom DRK.© Foto: Arndt Brede
Interessierter Zuhörer: Hermann Langhals vom Selmer Bezirksdienst.© Foto: Arndt Brede
Bis in die oberen Reihen drängten sich die Bürger.© Foto: Arndt Brede
Auch Selmer Politiker kamen zur Veranstaltung.© Foto: Arndt Brede
Bürgermeister Mario Löhr im Gespräch mit Bürgern.© Foto: Arndt Brede
Das Publikum war äußerst interessiert.© Foto: Arndt Brede
Rund 700 Menschen kamen zur Veranstaltung beim LAFP.© Foto: Arndt Brede
Der Andrang zur Infoveranstaltung zumThema Flüchtlinge war groß.© Foto: Arndt Brede
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