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36 Kinder üben in Selm für den Fahrradpass

Ferienaktion des ADFC

Um sich den Fahrradpass des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) sichern zu können, muss etwas geübt werden. Am Donnerstag steht die Prüfung an. Deswegen haben die 36 jungen Anwärter schon gestern angefangen, sich in Sachen Geschicklichkeit und Fahrsicherheit zu verbessern.

SELM

von Johanna Keck

, 27.07.2015 / Lesedauer: 3 min

28 Kinder des Selmer Ferienprogramms und acht andere Kinder aus der Umgebung haben mitgemacht und haben sich vom Regen nicht beeindrucken lassen.

Auf dem Willi-Brandt Platz vor dem Bürgerhaus galt es dann Slalom zu fahren oder eine Vollbremsung vor einem wackeligen Balken durchzuführen. „Am schwierigsten war die Station mit der Kette. Man muss sie am Ende anfassen, einmal im Kreis fahren und wieder ablegen, wo man sie her hat. Und das alles noch während man fährt“, erklärt der zehnjährige Max aus Selm.

ADFC und Polizei für Kinder

Das Training wird von Christian Jänsch vom ADFC Selm und Matthias Heisig, dem Verkehrssicherheitsberater der Polizei Unna, zusammen mit dem Kinderferienprogramm in Selm organisiert. „Manche sind am Anfang noch dreimal vom Fahrrad gefallen und können jetzt schon ohne Unterbrechung den Parcours meistern. Das Training bringt also schon was“, erklärt Heisig.

Im weiteren Gespräch mit den beiden Experten stellt sich heraus: Viele Kinder können mit fünf oder sechs Jahren noch nicht sicher Rad fahren. Dass bei dem Parcours viel Geschick gefragt ist, ist klar. Dennoch sind die Grundfertigkeiten manchmal nicht vorhanden. Viele Kinder haben auch kein Fahrrad.

Wer trotzdem mitmachen will, kann sich eines der vier Räder leihen, die Heisig mitgebracht hat. Einen Helm für den Tag gibt es selbstverständlich auch dazu. In der vierten Klasse führt Heisig an Schulen in Selm, Bergkamen und Werne die Radfahrausbildung durch.

Gefahren einschätzen

„Vielen Grundschulen ist es wichtig, dass die Kinder erst den Fahrradpass haben und dann mit dem Rad den Schulweg antreten. Entfernungen, Geschwindigkeit und Gefahren können erst mit zwölf oder dreizehn Jahren richtig eingeschätzt werden, vorher kann es sehr gefährlich sein, wenn die Kinder allein im Verkehr unterwegs sind“, gibt Heisig zu bedenken.

Und da probieren über studieren geht, sausen die Kinder über den Willi-Brandt-Platz in Selm, der ja nun keine große Parkfläche mehr ist. Mit viel Ehrgeiz werden die Aufgaben immer wieder angegangen.

Heute ist wegen der schlechten Wetteraussichten Pause. Doch wenn man sich ansieht, wie schnell die Kinder bei den Aufgaben dazulernen, schaffen sie es bestimmt auch ohne einen dritten Übungstag.   

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