Auf jüdischen Friedhöfen finden sich keine Blumen oder Kerzen. Besucher und Angehörige hinterlassen der Sitte nach Steine auf den Grabmalen. © Marie Rademacher
Gedenken an NS-Opfer

9. November 1938: Was geschah in der Pogromnacht in Selm und Bork?

Am 9. November 1938 brannten in ganz Deutschland Synagogen. Die kleine jüdische Glaubensstätte in Bork brannte zwar nicht. Aber sicher nicht, weil es in Bork und Selm keine Nazis gab.

Ein Stein auf dem Grabstein. Im Judentum ist es Sitte, beim Besuch der verstorbenen Lieben auf dem Friedhof genau einen solchen zu hinterlassen – als Zeichen dafür, dass man dort gewesen ist. Dass man an den Verstorbenen gedacht hat. Der 9. November ist in Deutschland ein Tag, an dem zumindest gedanklich viele Menschen einen Stein auf die Gräber verstorbener Juden legen.

Borker Synagoge auch Ziel von Zerstörungswütigen

Das letzte Grab auf dem jüdischen Friedhof in Selm

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Ich mag Geschichten. Lieber als die historischen und fiktionalen sind mir dabei noch die aktuellen und echten. Deshalb bin ich seit 2009 im Lokaljournalismus zu Hause.
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Marie Rademacher

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