Abgabe auf Selmer Wertstoffhof nur noch mit Berechtigung

Strengere Kontrollen

Wer Müll auf dem Selmer Wertstoffhof abgeben möchte, muss zukünftig seine ausgefüllte Berechtigungskarte dabei haben. Sonst wird er abgewiesen. Die Stadt sagt, das sei im Sinne der Bürger.

Selm

, 21.12.2017, 06:11 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dieses Schild weist auf die Kontrollen am Wertstoffhof hin.Bock

Dieses Schild weist auf die Kontrollen am Wertstoffhof hin.Bock

Die Hinweisschilder vor dem Selmer Wertstoffhof in der Industriestraße weisen bereits darauf hin: „Einfahrt nur mit gültiger, ausgefüllter Berechtigungskarte. Fahrzeuge ohne Berechtigungskarte werden abgewiesen“, steht dort. Die Kontrollen beginnen ab Dienstag, 2. Januar.

Dies sei notwendig, weil immer wieder auswärtige Personen den Service des Selmer Wertstoffhofes in Anspruch genommen hätten, ohne berechtigt zu sein, so Stadtsprecher Malte Woesmann.

Konkrete Zahlen kann der Stadtsprecher nicht nennen. Allerdings sei der Wertstoffhof wohl für Menschen aus anderen Städten attraktiver, seit die Gebühr für den Wertstoffhof in Selm weggefallen ist. Vor dem 1. Januar 2016 zahlten Selmer noch zwei Euro, wenn sie zum Beispiel Sperrmüll oder Elektroschrott auf dem Wertstoffhof entsorgen wollten. Nun werden die Kosten auf die Müllgebühr umgerechnet, wie Woesmann erläutert.

Andere Städte regeln das anders. So zum Beispiel in Olfen, wo man auf dem hiesigen Bauhof pro Kubikmeter abgegebenen Müll zahlt. Bei Bauschutt beginnt die Preisliste bei 4 Euro, bei Bauholz geht es ab 10 Euro los.

Im Sinne der Selmer“


Woesmann ist sich sicher, dass die neue Kontrollregelung „im Sinne aller Selmer sein wird“, schließlich zahlen diese mit ihren Abfallgebühren auch die Kosten für alle dort abgegebenen und entsorgten Gegenstände.

Im kommenden Jahr verändern sich die Abfallgebühren nur leicht. Vor allen Dingen im Bereich Restmüll sinken sie sogar. So zahlen Haushalte für eine 60-Liter-Restmülltonne 201 Euro (214,20 Euro 2017) und für eine 2200-Liter-Tonne 6.086,04 Euro (6.570 Euro 2017).

Beim Biomüll steigen die Gebühren allerdings nur leicht. Für eine 60-Liter-Bio-Tonne auf 71,88 Euro (71,64 Euro 2017). Eine 240-LiterTonne kostet 244,68 Euro (zuvor 244,44 Euro).

Die Abfallberechtigungskarte, die zukünftig benötigt wird, um Zufahrt zum Wertstoffhof zu erhalten, bekommen alle 11.000 Selmer Haushalte. Sie befindet sich im Anhang des Abfallkalenders.

Auf dem Wertstoffhof abgegeben werden können Gartenabfälle wie Rasenschnitt, Laub oder Wurzeln, Bauabfälle, Elektroschrott, Naturkorken, Styropor, Sperrgut, Papier und Pappe und Altkleider. Gewerbliche Abfälle sind nicht gestattet, die Abgabe ist nur in haushaltsüblichen Mengen erlaubt.

  • Die Öffnungszeiten:
    Der Wertstoffhof hat mittwochs, donnerstags und freitags von 14 bis 18 Uhr geöffnet sowie am Dienstag und Samstag von 8 bis 13 Uhr.
  • Montags, an Sonn- und Feiertagen sowie an Heiligabend und Silvester ist er geschlossen.
  • Weitere Informationen über den Wertstoffhof gibt es im Internet unter www.stadtwerke-selm.de/was-koennen-wir-fuer-sie-tun/entsorgung/wertstoffhof/
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