Ärger über Zigarettenstummel: So setzt sich eine Selmerin für ein schöneres Stadtbild ein

rnUmweltverschmutzung

Einfach auf den Boden geworfene Zigarettenreste und anderer Müll ärgern viele, doch die wenigsten unternehmen was dagegen. Eine Selmerin hat davon jetzt genug - und hofft auf Unterstützung.

Selm

, 14.10.2019, 09:53 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für viele sind sie ein großes Ärgernis, aber die wenigsten unternehmen auch wirklich etwas dagegen: Zigarettenkippen, die einfach auf die Straße oder in Büsche geworfen werden. Eine Selmerin hat davon nun genug - und hofft auf Unterstützung.

„Das liegt mir sehr am Herzen“, sagt die Selmerin, die nicht namentlich genannt werden möchte. Es werde zwar viel darüber geredet, etwas gegen die Verschmutzung durch Zigarettenreste zu machen, doch es geschehe einfach zu wenig. Daher habe sie sich entschlossen, einfach selbst tätig zu werden.

Bewaffnet mit einer Mülltüte und einem Gummihandschuh

An einem Sonntagmorgen habe sie sich dann aufgemacht, um das Problem anzugehen. Bewaffnet mit einer Mülltüte und einem Gummihandschuh. Ihr Ziel: eine Stunde lang bei einem Spaziergang Zigarettenstummel aufsammeln.

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Am Anfang ihrer Runde habe sie noch mitgezählt, wie viele sie aufhebt, doch das habe sie aufgrund der Masse an Zigarettenkippen dann doch schnell aufgegeben. Der gesammelte Abfall wurde schnell immer mehr. Denn „ich kann den Plastikmüll auch nicht liegen lassen“, erklärt sie später.

„Muss mir das unangenehm sein?“, habe sie sich selbst gefragt. Das ist es ihr nicht. Vielmehr müsse es aber „den Menschen, die hier ihren Müll auf die Erde werfen“, unangenehm sein.

Mehrere Tüten voller Müll

An einem Spielplatz an der Madelstraße erwartete sie ein besonders schlimmes Bild. Denn während die Mülleimer „so gut wie leer“ waren, hätten leere Flaschen und Pizza-Kartons daneben gelegen. Unzählige Zigarettenkippen habe sie dort aber ebenfalls wieder aufgesammelt.

„Zigarettenstummel einfach wegzuwerfen, ist ein Fehler“, sagt sie. Denn sie seien weit mehr als nur ein ästhetisches Problem. „Über sie geraten hunderte schädliche Chemikalien in die Umwelt“, so die Selmerin.

Nach ihrer einstündigen Müllsammelaktion hatte sie gleich mehrere Tüten voll mit Zigarettenresten und Plastikmüll gesammelt. Es soll nicht ihr letzter Rundgang gewesen sein. Und dafür sucht sie nun Mitstreiter.

„Ein erster Schritt in die richtige Richtung“

„Wenn viele Menschen mitmachen, dann ist ein Anfang getan“, sagt sie. Wer sich ihr anschließen möchte, könne sich einfach mit einer E-Mail an info@officeservice-selm.de an sie wenden. Denn je mehr Leute helfen würden, desto mehr könne für die Umwelt getan werden.

Für die Selmerin steht fest: „Unser Stadtbild kann sich nur verbessern, wenn wir dem Müll den Kampf ansagen.“ Bei einem kleinen Spaziergang einfach nebenbei ein wenig Müll aufzusammeln, sei zumindest „ein erster Schritt in die richtige Richtung, wenn wir unseren Kindern und Enkelkindern eine Welt hinterlassen wollen, in der diese auch noch gerne leben wollen“.

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