Ärger um Bordsteinkante am Einkaufzentrum Bork

Stolpergefahr und Einschränkungen

Für Diskussionsbedarf sorgt ein nicht abgesenkter Bordstein am neuen Einkaufszentrum in Bork. Dieser befindet sich am Zugang zum Gelände an der Netteberger Straße. Besonders für Radfahrer und ältere Menschen stellt der Bordstein eine Herausforderung dar. Die Stadt Selm fühlt sich für die Ausbesserung allerdings nicht verantwortlich.

BORK

von Wilco Ruhland

, 22.09.2017, 12:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit dem Kinderwagen gilt es die Straßenkante zu überwinden.

Mit dem Kinderwagen gilt es die Straßenkante zu überwinden.

Seit dem 3. August ist das Zentrum mit dem Discounter Lidl, dem Drogeriemarkt Rossmann und dem Bäcker Hosselmann am Kreisverkehr fertig.

Ralf Vagedes (CDU) brachte am Mittwochabend in der Sitzung des Ausschusses für Jugendhilfe, Familie und Soziales eine Beschwerde mehrerer Bürger zur Sprache. „An einer Stelle ist der Bordstein abgesenkt, aber hier unverständlicherweise nicht“, sagte er auf Nachfrage unserer Redaktion und meint die beschriebene Stelle an der Netteberger Straße. Eine ältere Frau sei dort sogar schon gestolpert. „Ich werde es weiter zur Sprache bringen, bis dort wirklich was passiert“, kündigte Vagedes an.

"Wohl keine Gedanken gemacht"

Anja Schlieker-Steens war am Donnerstag mit dem Kinderwagen zu den Geschäften unterwegs und zeigte sich verwundert. „Ich hätte gedacht, die Stelle wird auch abgeflacht.“ Möglicherweise wollte man verhindern, dass Autofahrer den Weg zum Parkplatz hier abkürzen, vermutete sie. „Aber dann hätte man hier auch einfach einen Poller hinstellen können“.

Eine Radfahrerin, die lieber einen kleinen Umweg zu einer abgesenkten Stelle fährt, schlug etwas drastischere Töne an. Ihr persönlich mache der Umweg zwar nichts aus, aber sie habe kein Verständnis dafür, dass diese Kante überhaupt gebaut wurde: „Die Verantwortlichen haben sich wohl keine Gedanken darüber gemacht, dass es Leute mit Gehbehinderungen gibt.“

Für ältere Menschen etwa sei dieser Umweg unnötig schwer zu bewältigen, gab sie zu bedenken. Seit sie die Stelle kennt, fahre sie lieber den kleinen Schlenker als über die hohe Kante.

Stadt: Investor Ten Brinke ist zuständig

Stadtsprecher Malte Woesmann sieht die Stadt Selm nicht verantwortlich für die Stolperkante, sondern den Investor Ten Brinke. Von dem niederländischen Bauunternehmen wollte sich am Donnerstag niemand zur Situation äußern. 

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