Altenzentrum am Borker Marktplatz muss warten

Baubeginn nicht vor Ende 2018

39 vollstationäre Pflegeplätze hat der Kreis Unna für ein Altenzentrum in Bork genehmigt. Die Caritas plant zusätzliche Angebote am Marktplatz – allerdings nicht mit Hochdruck. Zwar ist der Abriss schon geplant, der Baubeginn steht noch indes noch nicht fest. Grund dafür ist auch ein weiteres Großprojekt in Bork.

BORK

, 29.09.2017, 14:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Altenzentrum am Borker Marktplatz muss warten

Die Gebäude am Borker Marktplatz werden noch in 2017 abgerissen. Ändern wird sich in Zukunft auch etwas an der Parksituation.

Hans-Peter Benstein, alleinvertretungsberechtigter Vorstand des Caritas-Verbandes Lünen, Selm, Werne, sagte am Mittwochabend im Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaftsförderung, dass ein „deutlich größeres Projekt“ in Lünen mit 80 Plätzen für den Verband Priorität hat.

Wegen Volksbank-Bau: Beginn der Arbeiten im Borker Zentrum müssen warten

„Das Vorhaben in Bork setzen wir deshalb nicht mit Hochdruck um.“ Nicht realistisch sei ein Baubeginn vor Ende 2018/Anfang 2019. Der Abriss des leer stehenden Gebäudekomplexes auf dem Markt werde aber dennoch im Oktober oder November erfolgen, sagte am Donnerstag Stadtsprecher Malte Woesmann.

Bürgermeister Mario Löhr sagte im Ausschuss, dass Anfang 2018 die Volksbank mit ihrem Bauprojekt beginnen wolle. „Es ist gut, wenn nicht zwei Großprojekte gleichzeitig realisiert werden.“ In der Sache selbst gab es wenig Kritik und wenige Veränderungswünsche am Caritas-Projekt.

Kein Keller: Fläche pro Bewohner begrenzt

Hans-Jürgen Walter (SPD) wollte wissen, warum die Caritas keinen Keller eingeplant habe. Die vom Verband beauftragte Architektin Anne Linnemannstöns sagte, dass maximal 53 Quadratmeter je Bewohner zulässig seien – inklusive aller Nebenflächen. „Deshalb müssen wir die Bereiche begrenzen.“

Überrascht war Maria Lipke (UWG), dass die Caritas jetzt deutlich mehr als die genehmigten 39 Pflegeplätze plant, wenn der Verband auch noch keine abschließende Zahl nannte. Hans-Peter Benstein sagte dazu, dass die Tagespflege 13 Plätze haben werde – aber die „Leute dort nicht wohnen“ würden. Großen Bedarf sehe die Caritas für die geplanten Wohnungen im zweiten Obergeschoss. Sie werden unterschiedlich groß sein.

Arztpraxis möglich - Wenn auf Wohnungen verzichtet werden kann

Allerdings werde jede Wohnung in dem Staffelgeschoss einen eigenen Eingang und eine eigene Terrasse haben. Die Planung sei aber noch nicht abgeschlossen. Architektin Anne Linnemannstöns sagte dazu, dass auch vorstellbar sei, im zweiten Obergeschoss eine Arztpraxis unterzubringen und dafür auf einige Wohnungen zu verzichten.

Der Ausschussvorsitzende Dieter Kleinwächter (CDU) wollte wissen, wie die Fassade gestaltet werde. Dazu sagte die Architektin, dass Klinker vorgesehen sind. Im Dachgeschoss tendiere man zu Putz oder einer Holzverkleidung. Ein weiteres Thema war im Ausschuss die Zahl der Parkplätze. Aktuell sind 16 vorgesehen – „mehr als die Landesbauordnung vorschreibt“, so die Architektin. Auf Nachfrage räumt sie ein, dass einige Parkplätze, die jetzt in dem Bereich vorhanden sind, mit dem Neubau wegfallen werden.

Kein Café: "Nicht unser Metier"

Keine Hoffnungen dürfen sich die Borker auf ein großes Café in dem Komplex machen. „Das Betreiben von Cafés ist nicht unser Metier“, sagte Benstein. „Wir wollen aber etwas unterbringen, um Öffentlichkeit ins Haus zu holen.“ Es werde aber eine kleinere Einrichtung sein.

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