Anwohner ärgern sich über zu viele Schlaglöcher

Straße "Am Ternscher See"

Frank Zolnir und seine Nachbarn ärgern sich über den Zustand der Straße "Am Ternscher See" - Schlagloch reiht sich hier an Schlagloch. Briefe an die Stadt Selm haben keine Besserung gebracht, man könne derzeit nur "retten und flicken". Der Grund liegt auf der Hand.

SELM

, 23.02.2015, 13:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer vom Strandweg nach links abbiegt, schaut gleich auf provisorisch aufgestellte Schilder. "Achtung Straßenschäden, Tempo 10", heißt es hier. Nach den Gründen muss der Rad- oder Autofahrer nicht lange fragen. Oberste Vorsicht ist hier geboten. "Vor einigen Jahren ist hier eine Frau mit dem Rad gestürzt", sagt Zolnir. Sind bei herrlichem Sonnenschein die Löcher und Gefahrenstellen gut zu erkennen, sei das bei Regen viel schwieriger. Deshalb sei hier dringender Handlungsbedarf.

"Fürchterlicher Zustand", aber keine finanziellen Mittel

Eine Einschätzung, der sich Lothar Unrast von den Stadtwerken direkt anschließt. Er spricht von einem "fürchterlichen Zustand". Die Stadtwerke könnten aber derzeit nur "retten und flicken". Und sie werden es offensichtlich noch einige Zeit tun müssen.

Im städtischen Haushalt für dieses und nächstes Jahr sind keine Mittel für einen Komplettausbau der Straße eingestellt. Frank Zolnir, der seit 1987 hier wohnt, kann das nicht verstehen. Vor allem deshalb nicht, weil die Stadt die "Grundsteuer um 85 Prozent erhöht hat. Und das ohne Gegenleistung".

Nur notdürftige Reparaturarbeiten

Zolnir hat im Gespräch mit seinen Nachbarn eine große Unzufriedenheit ausgemacht. Es werde nur noch notdürftig repariert. Nach wenigen Wochen sei dann alles wieder mindestens so schlecht wie vor dem Arbeitseinsatz.

Ausdrücklich weist er darauf hin, dass an der schlechten Straße "27 Häuser stehen und es damit mehr als 100 Anwohner gibt". Ihm sei bewusst, dass der Ausbau der Straße für ihn mit einer finanziellen Belastung verbunden sei. Dennoch geht er bewusst in die Öffentlichkeit.

Vergleich mit Strandweg-Ausbau

Lothar Unrast von den Stadtwerken hat aber in direkter Nachbarschaft ganz andere Erfahrungen gemacht. Er erinnert an die "unendliche Geschichte" des Strandweg-Ausbaus. Auch hier hatten sich die Anlieger viele Jahre über den Zustand der Straße beschwert.

"Als vor 15 Jahren Zahlen auf dem Tisch lagen, wollten nur noch wenige den Ausbau." Vor zwei Jahren ist der Strandweg dann tatsächlich ausgebaut worden. Während hier jetzt beste Bedingungen herrschen, wird sich Frank Zolnir wohl noch Jahre über den Zustand der Straße "Am Ternscher See" ärgern müssen.

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