Arbeiten an Werner Straße: Warum gibt es keine Ampel statt langer Umleitung?

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Einen Umweg von rund fünf Kilometern müssen Autofahrer in Kaufen nehmen, die über die Werner Straße in Richtung Werne wollen. Die Stadt erklärt, warum sie sich gegen eine Ampel entschieden hat.

Selm

, 02.07.2020, 15:14 Uhr / Lesedauer: 1 min

Seit diesem Montag (29. Juni) laufen Arbeiten an der Werner Straße in Selm. Konkret geht es um den Abschnitt zwischen dem Kreisverkehr Zeche-Hermann-Wall und der Einfahrt zur Siedlung „Zwölf Apostel“. Dort ist Westnetz an den Stromleitungen aktiv.

Insgesamt einen Monat sollen die Arbeiten dauern. In dieser Zeit ist die Werner Straße nur in Richtung Selm befahrbar. Die Gegenseite muss eine Umleitung fahren - diese führt über Bork und verwandelt eine 3,3 Kilometer lange Strecke in eine 8,2 Kilometer lange Strecke. Der Umweg hat es also in sich.

Viel Verkehr zu Stoßzeiten

„Warum hat sich die Stadt nicht für eine Ampelanlage entschieden?“, wollte Ratsmitglied Wolfgang Jeske (SPD) deshalb bei der Ratssitzung am Donnerstag (25. Juni) wissen. Schon Ende 2019 hatte Westnetz an der Stelle Stromleitungen verlegt, damals hatte man sich aber für eine Ampel statt einer langen Umleitung entschieden.

Baudezernent Stephan Schwager antwortet auf die Frage: Man habe sich zu diesem „schmerzhaften Schritt“ aus verschiedenen Gründen entschieden. Das Bauareal befinde sich sehr nah am Kreisverkehr, morgens und abends bildet sich dort zu den Stoßzeiten viel Verkehr. Die Verwaltung befürchtete, dass der Kreisverkehr, wenn beide Richtungen geöffnet worden wären, zugefahren worden wäre. Was zu „erheblichen Verkehrsproblemen geführt hätte“, so Schwager.

Eine Drei-Phasen-Schaltung mittig der Schachtstraße, die dann abwechselnd Richtung Selm oder Werne „grünes Licht“ gibt, hätte zu den Stoßzeiten nach Ansicht der Stadt ebenfalls zu Frust geführt, so Schwager. Am Mittwoch, 1. Juli, war das Thema Umleitung mit der ausführenden Firma auch „nochmal im Detail“ durchgesprochen worden, wie Stephan Schwager sagt. Allerdings war man auch bei dieser Besprechung zu der Ansicht gelangt, dass die jetzige Lösung die bessere sei.

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