Auf Cappenberger Orgel erklingt Goethes "Faust"

Am Sonntag

Am Sonntag findet in der Stiftskirche am Cappenberger Schloss ein Orgelkonzert statt, bei dem Goethes Faust präsentiert wird. Das reine Wort Orgelkonzert wird der Veranstaltung aber nicht gerecht. Hier gibt es alle Informationen zum Konzert und ein Quiz, mit dem sie Ihr Wissen über den Faust testen können.

CAPPENBERG

, 17.08.2016, 05:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf Cappenberger Orgel erklingt Goethes "Faust"

Der international renommierte Organist Stephen Tharp aus New York ist regelmäßiger Gast an der Vorenwegorgel in der Stiftskirche.

Reiseführer und Krimis gelten als beliebteste Urlaubslektüre. Der Cappenberger Pater Altfried Kutsch hatte für seine zweiwöchigen Ferien an Bord eines Containerschiffes dagegen ein anderes Werk gewählt: Goethes Faust – nicht, weil er mit leichterer Lesekost nichts anzufangen wüsste, sondern weil die Zeit drängt bis Sonntag, 21. August: der Termin für ein ganz besonderes Kulturerlebnis in der Stiftskirche am Cappenberger Schloss.

Das erwartet Sie bei dem Orgelkonzert:

„Orgelkonzert“ ist ein Begriff, der nur unvollständig beschreibt, was an diesem Sonntag ab 17 Uhr im Gotteshaus am Schloss Cappenberg zu hören sein wird. Stephan Tharp aus New York, den die Zeitschrift „American Organist“  als einen „in allen Details jedem Orgelvirtuosen gleichrangigen“ Ausnahmekünstler mit Weltruhm preist, wird Faust spielen: eine Komposition des Tschechen Petr Eben (1929-2007) in neun Szenen.

Die vielgestaltige Musik alleine hat schon die Kraft, durch das Goethe-Drama zu führen: von der berühmten Studierstubenszene („Da steh ich nun ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor“) über die Verführung des armen Gretchens und die Feier der wilden Walpurgisnacht bis zur unerwarteten Erlösung. Dennoch baucht der Zuschauer nicht auf Worte zu verzichten – und jetzt kommt Pater Altfried Kutsch ins Spiel.

Er liest sowohl die Erklärungen, die der Komponist Eben selbst verfasst hat, als auch die Faust-Passagen, die dieser den jeweiligen Szenen zugrunde gelegt hat. Stephan Tharp  selbst hatte Petr Eben im Jahr 2000 dazu bewegt, die Texte zusammenzustellen – und aus dem Konzert ein Gesamtkunstwerk werden zu lassen. Als Tharp, der seit Jahren Gast beim Cappenberger Orgelsommer ist, vorschlug, dieses Mal „Faust“ zu präsentieren, war Kutsch sofort begeistert. Da ahnte er noch nicht, wer der Erzähler sein würde. Tharp schlug keinen Schauspieler oder Hörbuch-Rezitator vor, sondern ihn.

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