Aus Kasachstan über Moskau nach Selm: Ehepaar feiert Goldene Hochzeit

SELM Dr. Johannes Junemann ist Neurologe, hat viele Jahre als Arzt und Hochschullehrer praktiziert. Seine Frau Nina ist ärztliche Physiotherapeutin. Als Medizinstudenten haben sie sich kennen gelernt. Das war vor mehr als fünf Jahrzehnten in Moskau. Heute lebt das Paar in Selm und feiert Goldene Hochzeit.

von Von Matthias Münch

, 04.01.2009, 15:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dr. Johannes und Nina Junemann sind seit 50 Jahren verheiratet.

Dr. Johannes und Nina Junemann sind seit 50 Jahren verheiratet.

Umzug nach Selm Nachdem einige Geschwister des heutigen Jubilars schon vorher nach Deutschland gekommen waren, folgten Johannes und Nina Junemann ihnen vor 18 Jahren nach und zogen nach Selm. „Das war im August, an dem Tag, als Boris Jelzin den Putschversuch in Moskau beendete“, erinnert sich der Arzt. Er hat genau das Bild von Jelzin auf einem Panzer vor Augen und ist noch immer erleichtert: „Zum Glück wurde der Putsch niedergeschlagen. Sonst wäre nicht nur Russland, sondern auch Kasachstan wieder in düstere Zeiten zurück gefallen.“ In Deutschland wollte Dr. Junemann gerne wieder in seinem Beruf arbeiten. Aber das Arbeitsamt gewährte ihm die dazu nötige Fortbildung nicht. Als 58-Jähriger sei er kurz vor der Rente, hieß es. Da könne er doch gleich in Vorruhestand gehen.Arbeit an den Memoiren So ist der Jubilar in seiner Freizeit vielfältig aktiv. Während seine Frau viel liest, arbeitet er an seinen Memoiren: „Erst schreibe ich auf russisch. Später übersetze ich es ins Deutsche.“ Zudem spielt er Schach und vier Musikinstrumente: Balalaika, Gitarre, Geige und Mandoline. Außerdem singt er als Tenor im Kirchenchor St. Ludger.

„Nina musste deutsch lernen. Da habe ich ihr bei der Vorbereitung auf die Prüfung geholfen“, erzählt Johannes Junemann. Dabei hat es dann zwischen den beiden gefunkt. Am 5. Januar 1959 haben sie geheiratet. Aus der Ehe gingen ein Sohn und ein Enkel hervor.

Umzug nach Selm Nachdem einige Geschwister des heutigen Jubilars schon vorher nach Deutschland gekommen waren, folgten Johannes und Nina Junemann ihnen vor 18 Jahren nach und zogen nach Selm. „Das war im August, an dem Tag, als Boris Jelzin den Putschversuch in Moskau beendete“, erinnert sich der Arzt. Er hat genau das Bild von Jelzin auf einem Panzer vor Augen und ist noch immer erleichtert: „Zum Glück wurde der Putsch niedergeschlagen. Sonst wäre nicht nur Russland, sondern auch Kasachstan wieder in düstere Zeiten zurück gefallen.“ In Deutschland wollte Dr. Junemann gerne wieder in seinem Beruf arbeiten. Aber das Arbeitsamt gewährte ihm die dazu nötige Fortbildung nicht. Als 58-Jähriger sei er kurz vor der Rente, hieß es. Da könne er doch gleich in Vorruhestand gehen.Arbeit an den Memoiren So ist der Jubilar in seiner Freizeit vielfältig aktiv. Während seine Frau viel liest, arbeitet er an seinen Memoiren: „Erst schreibe ich auf russisch. Später übersetze ich es ins Deutsche.“ Zudem spielt er Schach und vier Musikinstrumente: Balalaika, Gitarre, Geige und Mandoline. Außerdem singt er als Tenor im Kirchenchor St. Ludger.

Ihre Goldhochzeit haben Nina und Johannes Junemann bereits am Samstag im Familienkreis gefeiert.mam

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