Aus Polizeiinspektionen wurden vier Direktionen

Umstrukturierung bei der Polizei

Seit dem 1. September hat sich bei der Polizei im Kreis Unna einiges verändert - doch wirklich gemerkt haben die Bürger in der Region davon nichts. "Und genau das war auch mein Wunsch", erklärte am Montag Landrat Michael Makiolla (SPD).

SELM

von Von Daniel Claeßen

, 12.09.2011, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die neue Führungsspitze der Kreispokizeibehörde Unna um Landrat Michael Makiolla (vorne 2.v.r.).

Die neue Führungsspitze der Kreispokizeibehörde Unna um Landrat Michael Makiolla (vorne 2.v.r.).

„Erster Ansprechpartner bleibt jedoch der Wachleiter in Werne“, so Makiolla. Will heißen: Auch wenn es um Fälle für die Kriminalpolizei oder im Bereich Verkehr geht, können sich die Selmer Martin Joost anvertrauen. „Auch wenn der Wachleiter offiziell der Direktion Gefahrenabwehr zugeordnet ist, arbeitet er spartenübergreifend.“Nächste Aufgabe der Polizei im Kreis ist es nun, „polizeiliche Probleme vor Ort anzugehen“, wie der Abteilungsleiter Hans-Dieter Volkmann erklärte. „Dazu wollen wir Konzepte auflegen, die auf mindestens drei Jahre angelegt sind.“ Diese Zeit sei erfahrungsgemäß notwendig, um aus polizeilicher Sicht „Nachhaltigkeit“ zu schaffen.

Konkret nannte Volkmann die Zahl der Verkehrsunfälle und die der so genannten Einsatzschwerpunkte als problematisch: „Wir haben 2011 im Kreis Unna bis jetzt neun Tote durch Verkehrsunfälle. Das sind schon drei mehr als 2010.“ Zudem gebe es im Kreis Unna einige Orte, an denen sich Einsätze der Polizei häuften – zum Beispiel wegen Ruhestörung oder Vandalismus. Als Beispiel nannte Volkmann die „Trinkerszene“ in Unna, wo die Polizei stärkere Präsenz zeigen will.

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