Ein Mobilitätskonzept entwickelt die Stadt Selm. Dabei ist die Meinung der Bürger gefragt. © picture alliance / Hannibal Hans
Verkehr in Selm

Auto, Rad oder Bus: Wie wollen die Selmer künftig mobil unterwegs sein?

Wie steht es um den Verkehr in Selm? Um Antworten auf diese Frage zu bekommen, bittet die Stadtverwaltung die Selmer um ihre Mithilfe. Äußern können sie ihre Meinung über ein Internetportal.

Nicht zuletzt aufgrund des Klimawandels befasst sich die Stadt Selm derzeit mit der Frage, wie die Mobilität der Selmer zukünftig aussehen könnte. Berücksichtigt werden sollen dabei auch gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen der kommenden Jahre. Auch aktuelle Trends sollen Beachtung finden.

Unter diesen Voraussetzungen wird derzeit von einem beauftragten Verkehrsplanungsbüro ein Mobilitätskonzept für Selm entwickelt. Das soll später als Handlungsrahmen für die Mobilitätsentwicklung in der Stadt dienen und praxisnahe Maßnahmenvorschläge für verschiedene Verkehrsmittel beinhalten.

Alternativen zum motorisierten Individualverkehr

Ziel ist es unter anderem, den Fuß- und Radverkehr sowie den ÖPNV zu stärken, um attraktive Alternativen zum motorisierten Individualverkehr zu schaffen. Hiermit soll nicht nur das Verkehrssystem entlastet, sondern auch die durch den Verkehr verursachten Lärm- und Schadstoffemissionen reduziert werden. Infolgedessen könnte die Wohn- und Lebensqualität in Selm erhöht werden.

Die Meinung der Bürger ist dabei ebenfalls gefragt. Denn zentrale Fragestellungen, auf die das Konzept Antworten geben soll, sind: Wie möchten wir uns zukünftig in Selm fortbewegen? Welche Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden, damit zum Beispiel das Radfahren und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel attraktiver werden?

Welche Rolle werden zukünftig das Fahrrad, das Auto und die öffentlichen Verkehrsmittel spielen? Wie können wir die Mobilität für alle Bevölkerungsgruppen (jung, alt, mobilitätseingeschränkt etc.) sichern?

Bürger um Meinung gefragt

Vorhandene Stärken und Schwächen sollen dabei ebenso in das Konzept einfließen wie Dinge, die es bislang noch nicht gibt. Hier sind die Selmer gefragt: Mittels einer interaktiven Ideen-Karte besteht die Möglichkeit, besonders attraktive Bereiche, Hinweise, Wünsche und Ideen oder positive Veränderungen der Vergangenheit mitzuteilen und zu verorten. Darüber hinaus können auch Mängel, Problembereiche sowie mögliche unsichere Stellen mitgeteilt werden. Zudem können die von anderen Nutzern hinterlassenen Ideen und Anregungen kommentiert und bewertet werden.

Eine Teilnahme ist ab sofort bis zum 5. Dezember möglich. Die Karte ist unter www.denkmobil.de/selm abrufbar. Neben der Onlinekarte sind weitere Beteiligungsformate geplant. Hierüber, so verspricht Pressesprecher Malte Woesmann, werde die Stadt Selm rechtzeitig informieren.

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