Baustellen am Selmer Campus trotzen dem Regen – Arbeiten sind trotzdem auf Eis gelegt

rnCampus Süd

Die Arbeiten am Campus werden durch das Wetter erschwert. Die ersten Wohnhäuser nehmen dennoch Form an – die Zweifachturnhalle ruht dagegen momentan. Beides liegt trotzdem im Zeitplan.

Selm

, 24.01.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erst tagelanger Regen, dann Eis und Kälte, am Mittwoch dann der erste Schnee. Auf dem Campus Süd haben die Arbeiter der beiden großen Baustellen mit dem Wetter zu kämpfen. Die ersten Wohnhäuser nehmen trotzdem so langsam Form an. Der Regen hat auf die Maschinen keinen großen Einfluss, sagt Heinrich Moch auf Anfrage. Moch ist Prokurist der Wohnungsbaugenossenschaft Lünen (WGB), die sich verantwortlich für den Bau der Wohnhäuser auf dem sogenannten Bauhof drei zeichnet. Hier entstehen 57 Wohneinheiten und eine Tiefgarage.

„Wir haben Anlagen die das Wasser pumpen. Wir senken damit das Grundwasser an der Baustelle“, erklärt Moch.

Regen für Turnhalle kein Problem

Auch für die Arbeiten an der Zweifachturnhalle, deren Träger die Stadt Selm ist, sei der Regen der vergangenen Wochen kein Problem gewesen, sagt Stadtsprecher Malte Woesmann. Obwohl die Halle rund vier Meter in die Erde ragen soll. Aber auch hier werde das Wasser mit zwei Pumpen abgepumpt.

„Das oberirdisch anfallende Wasser, also der Regen, wird über eine rings um die Baustelle führende Drainage zu den Pumpen geleitet und dann mit abgepumpt. Wetter-Einschränkungen gab und gibt es daher nicht auf der Baustelle wegen des Regens“, erklärt Woesmann.

Baustellen am Selmer Campus trotzen dem Regen – Arbeiten sind trotzdem auf Eis gelegt

Die Baustelle trotzdem dem Regen. Mittlerweile stehen schon Gerüste am ersten Wohnhaus für 22 Parteien. © Wilco Ruhland

Einen gewissen, nicht unerheblichen Einfluss kann Regen zumindest bei den entstehenden Wohnhäusern dann aber doch haben. „Bei Regenwetter kann man schlechter Arbeiten“, sagt Heinrich Moch von der WGB. Schlechter Arbeiten bedeutet eine längere Herstellungszeit. „Der Regen verlangsamt die Arbeiten“, sagt Moch.

Sollte es ganz schlimm werden, lege man auch mal das Werkzeug zur Seite. „Schlechtwetter machen“, heißt das im Baustellensprech. „Dann muss man auch mal aufhören, das ist dann einfach nicht mehr wirtschaftlich“, sagt Moch. „Die Gesundheit der Arbeiter ist zudem auch wichtig.“

Kurzzeitiger Frost ist gut

Noch kniffliger wird es, für beide Baustellen, bei Eis und Schnee. Nicht jedoch für die Tiefbauarbeiten. Die Ausschachtung stellen die Arbeiter für die Wohnhäuser in den nächsten Tagen fertig, sagt Moch. „Wir können bei Eis die Tiefbauarbeiten vorantreiben“, meint er.

„Natürlich wären fünf Grad wärmer angenehmer“, gibt Moch zu. Den eigentlichen technischen Ablauf stören die kalten Temperaturen bei der Ausschachtung zunächst aber nicht. Im Gegenteil: „Bei Frost ist der Boden fester und das funktioniert sogar ausgesprochen gut“, erklärt er. Auch die Straße würde geschont, da nicht so viel Dreck von der Baustelle nach außen getragen wird, wie bei Regenwetter.

Baustellen machen Pause

Die Hochbauarbeiten haben die Arbeiter dagegen aktuell eingestellt. „Die Erschließungsanlagen fertig zu stellen geht nur bei Plusgraden“, erklärt der Prokurist. Erstens sei es natürlich zu kalt für die Menschen und technisch funktionieren verschiedene Arbeiten auch gar nicht.

„Die Maurer können ihre Arbeit nicht machen, da der Mörtel einfriert und das ganze dann nicht hält. Mörtel besteht auch aus Wasser. Wir bekommen keine Festigkeit und der Bau bekäme Risse“, gibt Heinrich Moch ein Beispiel. Die Ausschachtungsarbeiten würden noch fertiggestellt, dann machen die Arbeiter voraussichtlicht „Schlechtwetter“.

Auch die Baustelle der Zweifachturnhalle liegt derzeit auf Eis. „Als nächstes ist dran, die Bodenplatte zu gießen“, erklärt Stadtsprecher Malte Woesmann. „Dafür ist es momentan aber zu kalt“, sagt er weiter. Bei anderen anstehenden Arbeiten würde es aber normal weitergehen.

Alles im Zeitplan

„Wir liegen aber weiterhin im Bauzeitenplan“, versichert Woesmann. Schlechtes Wetter, vor allem jahreszeitenbedingt, rechne man in die Baupläne ein, erklärt auch Heinrich Moch. Da könne man auf die Erfahrung zurückgreifen. „Wir sind sehr gut im Zeitplan“, sagt Moch.

Denn auch wenn jetzt das Arbeiten durch das Wetter erschwert werden, war es Ende letzten Jahres ausgesprochen gut, meint er. Es bleibt dabei: Im März 2020 sollen die ersten Wohnhäuser bezugsfertig sein, die letzten Ende September. Die Zweifachturnhalle soll im Mai 2020 fertig werden.

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Die Baustellen am Campus im Schnee

24.01.2019
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Das Grundwasser ist bei der Baustelle der Zweifachturnhalle kein Problem. Über Pumpen wird es auf der Baustelle abgesenkt.© Wilco Ruhland
Das Grundwasser ist bei der Baustelle der Zweifachturnhalle kein Problem. Über Pumpen wird es auf der Baustelle abgesenkt.© Wilco Ruhland
Die Baustelle der Zweifachturnhalle am Campus Süd ruht momentan.© Wilco Ruhland
Die ersten Wohnhäuser am Campus Süd nehmen auch im Winter immer deutlichere Formen an.© Wilco Ruhland
Die ersten Wohnhäuser am Campus Süd nehmen auch im Winter immer deutlichere Formen an.© Wilco Ruhland
Die ersten Wohnhäuser am Campus Süd nehmen auch im Winter immer deutlichere Formen an.© Wilco Ruhland
Die ersten Wohnhäuser am Campus Süd nehmen auch im Winter immer deutlichere Formen an.© Wilco Ruhland
Die Baustelle der Zweifachturnhalle am Campus Süd ruht momentan.© Wilco Ruhland
Das Grundwasser ist bei der Baustelle der Zweifachturnhalle kein Problem. Über Pumpen wird es auf der Baustelle abgesenkt.© Wilco Ruhland
Die Baustelle der Zweifachturnhalle am Campus Süd ruht momentan.© Wilco Ruhland
Das Grundwasser ist bei der Baustelle der Zweifachturnhalle kein Problem. Über Pumpen wird es auf der Baustelle abgesenkt.© Wilco Ruhland
Das Grundwasser ist bei der Baustelle der Zweifachturnhalle kein Problem. Über Pumpen wird es auf der Baustelle abgesenkt.© Wilco Ruhland
Die ersten Wohnhäuser am Campus Süd nehmen auch im Winter immer deutlichere Formen an.© Wilco Ruhland

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