Beschwerden über ungepflegten Wanderweg in Bork

Verlegung angedacht

Brombeer-Ranken hängen über den Weg, an einigen Stellen fällt der schmale Pfad steil zur Lippe hin ab: Der Wanderweg an der Lippe in Bork ist in keinem guten Zustand. Darüber gibt es häufig Beschwerden beim Heimatverein Bork. Die Frage nach der Zuständigkeit führt in einen Urwald. Trotzdem soll etwas passieren.

SELM

, 10.04.2015, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Konkret geht es bei den Beschwerden, die der Heimatverein Bork über den Wanderweg an der Lippe bekommt, um ein Stück des Wegs, der am Klärwerk in Bork an der Lippestraße beginnt und sich nach Norden bis zum Haus Dahl zieht. Auf etwa 300 Metern sei der Wanderweg dort „fast gar nicht zu begehen“, sagt Heinz-Willi Quante, Schriftführer des Borker Heimatvereins.

Beim Heimatverein häufen sich Beschwerden über den Zustand des Weges, erzählt Quante. Immer wieder mal würde er darauf angesprochen. Dabei habe der Kreis Unna vor Jahren bereits zugesagt, den Wanderweg instand zu halten.

Der Kreis allerdings hat die Aufgabe an den Westfälischen Heimatbund (WHB) weitergegeben. Der sitzt in Münster und führt den Wanderweg in Bork als „Hauptwanderweg X14“ von Münster zur Rauschenburg in Olfen. Der WHB ist zuständig für die Kennzeichnung des Wanderwegs.

Alle zwei Jahre gehen Ehrenamtliche die Wanderwege ab und ersetzen Zeichen und gucken nach, ob Schilder verblichen sind, erklärt Ulrike Steinkrüger vom Fachbereich Wandern des Westfälischen Heimatbunds. „Die Ehrenamtlichen mähen aber keinen Rasen oder fällen Bäume“, erklärt Steinkrüger das Problem.

Engstelle in Bork ist bekannt

Die Engstelle in Bork ist dem WHB seit Ende 2014 bekannt. „Da ist tatsächlich kein Durchkommen“, sagt Steinkrüger. Jetzt im Frühjahr hatte der Heimatbund das Problem auf dem Zettel, wolle den Wanderweg wieder herrichten, sagt Steinkrüger. Dazu wolle man mit der Stadt Selm sprechen, ob sich dort jemand findet, der sich regelmäßig um den Weg kümmern, ihn von Ranken und Ästen freischneiden kann.

Dabei gehört der Weg eigentlich dem Lippeverband. Die Wegetrasse sei dessen Eigentum, sagt Verbandspressesprecher Michael Steinbach. Jetzt im Frühjahr könne der Lippeverband aber keine Büsche beschneiden, da Brut- und Vegetationszeit sei. Erst im Herbst könne der Lippeverband für eine Verbesserung sorgen.

Da für die Wanderer aber im Sommer schon ein begehbarer Weg gewährleistet sein soll, denkt der Westfälische Heimatbund nun über eine ganz andere Lösung nach, so Steinkrüger. „Wir müssen den Weg wohl kurzfristig umlegen.“ Ab Herbst könnten Wanderer dann wieder über den freigeschnittenen alten Weg gehen.

Traditionell sei das ein schöner Wanderweg für Bork, sagt Heinz-Willi Quante. Seit Jahrzehnten werde dort gewandert. „Jetzt können Sie da kaum noch jemanden herschicken“, sagt Quante. Erst wenn der Weg zwischen der Lippe und einem Feld herführt, sei er wieder gut zu benutzen. 

Lesen Sie jetzt