Besuch am Ternscher See: „Schade, dass der See zum Baden nicht offen ist“

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Bis zum Strand aber nicht weiter, hieß es am Pfingstwochenende am Ternscher See: Baden verboten. Trotzdem war es nicht leer an den Stränden. Manche Besucher reisten sogar von weiter weg an.

Selm, Olfen

, 01.06.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Aus Selm, der näheren Region und sogar Freiburg kamen am Pfingstwochenende Besucher zum Ternscher See, um das schöne Wetter zu genießen. Wegen der coronabedingten Beschränkungen war das Angebot allerdings begrenzt.

Schwimmen war nicht erlaubt. An den Badestränden waren Absperrungen eingerichtet, sogar ein Sicherheitsdienst war im Einsatz um dafür zu sorgen, dass sich die Besucher an die Regeln hielten.

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So war das Pfingstwochenende in Selm und Olfen

Langes Wochenende, perfektes Wetter: Besser hätte Pfingsten kaum sein können. Wäre da nicht das Coronavirus und die Kontaktbeschränkungen. Am Ternscher See zum Beispiel galt: Schwimmen verboten. Trotzdem genossen am Samstag viele Besucher das Sommerwetter rund um den See. Wir haben uns in Selm und Olfen umgesehen und bei den Menschen umgehört, ob sie das Wetter trotz der Verbote genießen konnten.
01.06.2020
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Die beiden Brüder Andreas (l.) und Tobias Greinert (r.) sind zum ersten Mal hier zu Besuch. Gemeinsam mit den Söhnen Josh, Lenn und Jakob. Die Familien kommen aus Freiburg, bzw. Rösrath. "Wir haben Pfingstferien und haben beschlossen hier einen Kurzurlaub zu machen. Wir haben uns für NRW entschieden weil hier andere Regeln herrschen. Wir finden es aber schade das der Badesee für Baden nicht offen ist. Wir können es nicht nachvollziehen warum das so ist", sagt Andreas Greinert. Mit Fußball und anderen Aktivitäten auf dem
Platz vertreiben sich die Fünf die Zeit. Eine Woche lang bleiben sie in Selm. "Es hat sich trotzdem gelohnt", findet Andreas Greinert. Alleine, um die Familie zu sehen und das super Wetter zu genießen. Greinert: " Man nutzt jede Möglichkeit, um die Lockerungen zu nutzen."© Jura Weitzel
"Baden Verboten!!" stand am Ternscher See an zahlreichen Stellen auf Hinweisschildern. Trotzdem kamen Besucher, um das schöne Wetter auf den Liegewiesen und im Sand zu genießen.© Jura Weitzel
Schwimmen verboten: Ins Wasser darf am Ternscher See noch niemand.© Jura Weitzel
Der Ternscher See in Selm wurde gut besucht. Schwimmen am See war allerdings nicht erlaubt. Ein Sicherheitsdienst war mit zwei Mann vor Ort, um dafür zu sorgen, dass sich alle Gäste an die Vorgaben halten.© Jura Weitzel
Ina und Dominik Kroos aus Bork waren am Ternscher See, um die Umgebung zu Erkunden.
Zwar wohnt das paar seit neun Jahren in Bork, war am Wochenende aber zum ersten Mal am Ternscher see. "Dank Corona hat es uns an den See verschlagen", sagt das Paar. Den eigentlich geplanten Trip nach Cuxhaven haben die beiden storniert und gegen Urlaub zu Hause getauscht.© Jura Weitzel
Schwimmen verboten: Ins Wasser darf am Ternscher See noch niemand.© Jura Weitzel
Schwimmen verboten: Ins Wasser darf am Ternscher See noch niemand.© Jura Weitzel
Einige Selmer, aber auch Besucher aus der Region haben am Pfingstwochenende am Ternscher See Halt gemacht.© Jura Weitzel
Familie Drexel - Thomas, Sophia (v.l.), Lisa und Sarah - aus Hamm wollte eigentlich zum Horstmarer See fahren. Dort sei aber nicht einmal Sitzen erlaubt. Mindestens ein bis zwei mal im Jahr sind die Drexels am Ternscher See. Auch als Camper seien sie schon hier gewesen.
Dass sie noch nicht zum Schwimmen ins Wasser dürften, sei nicht so schlimm, sagt Thomas Drexel: "Das Wasser ist noch zu kalt, schätze ich mal." Stattdessen spielen die Vier Monopoly. "Wir haben alle Spaß", sagt Thomas Drexel.© Jura Weitzel
Wenig war los am Strand an der Dreibogenbrücke in Olfen am Pfingstsamstag.© Jura Weitzel
Stefan De Bona bedient die Kunden seiner Eisdiele in Olfen vor der Tür - mit Mundschutz.© Jura Weitzel
Der Campingplatz zum Steverstrand© Jura Weitzel
Wenig war los am Strand an der Dreibogenbrücke in Olfen am Pfingstsamstag.© Jura Weitzel
Wenig war los am Strand an der Dreibogenbrücke in Olfen am Pfingstsamstag.© Jura Weitzel

Den Meisten machte das nichts aus. Sie genossen den Sonnenschein auf den Liegewiesen oder am Strand. Freiburg. Andreas Greinert aus Freiburg und sein Bruder Tobias aus Rösrath machten mit den drei Söhnen Josh, Lenn und Jakob Greinert Urlaub in Selm die Fünf waren zum ersten Mal hier und bedauerten etwas, dass sie nicht ins Wasser konnten. „Wir haben uns für NRW entschieden, weil hier andere Regeln herrschen. Wir finden es aber schade dass der Badesee zum Baden nicht offen ist“, sagt Andreas Greinert. Nachvollziehen, warum das nicht geht, könne er nicht so recht. Immerhin hätten manche Badeseen ja bereits geöffnet.

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Kein Problem damit, noch nicht ins Wasser zu dürfen, hatte hingegen Thomas Drexel. Das Wasser sei ohnehin bestimmt noch zu kalt, vermutet Drexel, der mit seiner Familie aus Hamm nach Selm gekommen war. Statt ins Wasser zu springen, spielten die Vier lieber auf der Liegewiese Monopoly.

An der Stever, in Blickweite der Dreibogenbrücke in Olfen, war hingegen trotz des schönen Wetters zumindest am Samstag wenig Betrieb.

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