Besuchszeiten für Auenpark: Selmer Rat reagiert auf Vandalismus

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Eigentlich sollte bereits bei Einbruch der Dunkelheit Schluss sein mit dem Ausflug in den Auenpark. Damit war die Verwaltung auf Widerstand gestoßen. Jetzt gibt es einen Kompromiss.

Selm

, 18.10.2020, 14:15 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Ordnungskräfte sollen allen die rote Karte zeigen dürfen, die im Selmer Auenpark randalieren oder sogar Spielgeräte manipulieren, so wie es zuletzt mehrfach vorgekommen war. Mit einem Aufenthaltsverbot im Park nach Sonnenuntergang, wie es die Stadtverwaltung vorgeschlagen hatte, mochten sich aber nicht alle anfreunden. Um besser gegen wenige vorgehen zu können, die sich nicht richtig zu benehmen wissen, müssten alle leiden, argumentierten vor allem Grüne und UWG. Das sei nicht richtig. Die Verwaltung, so befanden alle, solle noch einmal ihren Entwurf überarbeiten. Das hat sie gemacht. Auf einhellige Zustimmung stieß aber auch der neue Vorstoß nicht. Dennoch: Er bestimmt jetzt die aktuelle Rechtslage. Und die sieht so aus.

Der Aufenthalt im Auenpark ist in der dunklen Jahreszeit - also jetzt - ab 21 Uhr verboten. Im Frühjahr und Sommer dürfen die Besucherinnen und Besucher bis 23 Uhr bleiben. Wer sich nicht daran hält, muss 20 Euro zahlen. Wer in seinem Geburtstag hineinfeiern möchte - egal, ob sommer- oder wintertags - begeht also in jedem Fall einen Verstoß.

Baudezernent Stefan Schwager versicherte, dass die Ordnungskräfte mit Fingerspitzengefühl vorgehen würden und die Betreffenden nicht sofort zur Kasse bitten würden. Michael Zolda (CDU) sprach sich dafür aus, die neue Regelung zu testen. „Man kann sie jederzeit anpassen“, sagte Bürgermeister Mario Löhr.

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