Betrugsserie durch Familienvater aus Selm: „Kronzeuge“ sagt am 27. Januar aus

rnLandgericht Bochum

Hat ein Familienvater aus Selm einen Pkw-Brandanschlag in Auftrag gegeben oder war ein Serien-Feuerteufel am Werk? Diese Frage stand im Mittelpunkt im Betrugsprozess am Bochumer Landgericht.

Bochum/Selm

, 20.01.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Prozess um eine Serie von Autobetrügereien durch einen Familienvater (30) aus Selm soll am 27. Januar der „Kronzeuge“ aussagen. Am Montag stand am Bochumer Landgericht der mitangeklagte Brandanschlag zum Zwecke des Versicherungsbetrugs im Mittelpunkt.

Die Tat eines Serien-Brandstifters?

Dabei kristallisierte sich bei Befragungen von Polizeibeamten heraus, dass es in der fraglichen Brand-Nacht im Raum Bergkamen kurz hintereinander zweimal gebrannt hat. War womöglich doch ein Serienbrandstifter am Werk?

Fakt ist: Die Verdachtsmomente beruhen in erster Linie auf den Angaben eines Bekannten, der für eine Serie von Kfz-Schiebereien zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden ist. In einer Woche soll der „Kronzeuge“ befragt werden.

Angeklagter aus Selm weist Beschuldigung zurück

Der Angeklagte hatte die Anschuldigung der Brandlegung zuletzt über seinen Verteidiger Christian Simonis bereits als „hundertprozentig gelogen“ zurückgewiesen. Der Bekannte soll angeblich auch nicht davor zurückgeschreckt haben, durch eine Drohung mit einem Säureanschlag durch Bandidos-Rocker eine Falschhausage des jetzt angeklagten Selmers zu erzwingen.

Der Familienvater hatte zuletzt im Prozess zugegeben, mehrere von ihm in Essen, Dortmund, Hamm und Köln angemietete Pkw gegen 4.500 Euro Provision an einen Bekannten weitergegeben zu haben.

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