Bewährungsstrafen im Werner Brandstifter-Prozess

WERNE/ SELM Mit Bewährungsstrafen ist am Montag vor dem Dortmunder Landgericht der Prozess um zwei mysteriöse Brandstiftungen in Werne zu Ende gegangen. Auf der Anklagebank saß auch ein Selmer, der das Feuer gelegt hat.

von Von Martin von Braunschweig

, 02.06.2008, 13:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die mit zwei Jahren höchste Strafe erhielt ein 52-jähriger Geschäftsmann aus Werne. Der Mann hatte vor Gericht gestanden, im August 2003 den Auftrag gegeben zu haben, sein denkmalgeschütztes Haus Westmauer 19 in Brand zu setzen.

Brandstifter erhielt 15 Monate

Den Schaden hatte er später seiner Gebäudeversicherung gemeldet, die ihm daraufhin fast 68 000 Euro überwies. Der eigentliche Brandstifter wurde von der 39. Strafkammer zu 15 Monaten, ein Mittelsmann zu 18 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Angeklagtem konnte nichts nachgewiesen werden

Hinsichtlich des zweiten Brandes, bei dem im Februar 2006 ein Backshop an der Lünener Straße in Flammen aufging, konnten die Richter den Angeklagten nichts nachweisen. Auch die damaligen Pächter, das Werner Bäcker-Ehepaar Jutta und Christian Sch., waren in diesem Zusammenhang bereits freigesprochen worden.

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