Bibliothek in Selm: Freitagnachmittags wieder geöffnet, bald auch samstags?

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Was ändert sich in der Selmer Bücherei? Hat sie bald auch samstags geöffnet? Und kommt es tatsächlich zu der im März vorgeschlagenen Personalkürzung?

Selm

, 16.09.2020, 09:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Bücherei in Selm soll sich verändern. Oder sie muss sich verändern. Um zukunftsfähig zu bleiben. Zu diesem Ergebnis zumindest war das international tätige Beratungsunternehmen Rödl und Partner gekommen: Im Auftrag der Stadt hatte es ein Gutachten zur BIB im Fokus erstellt. Darin hatte das Unternehmen verschiedene Maßnahmen vorgeschlagen, wie sich die BIB verändern könnte. Um zum einen Kosten für die Stadt Selm zu sparen. Und zum anderen, um für Nutzer noch attraktiver zu werden. Eine nicht ganz leichte Kombination. In der letzten Sitzung des Kulturausschusses der Stadt Selm hat Margit Breiderhoff, die Leiterin der Bücherei, vorgestellt, wie weit die Bücherei mit der Umsetzung der Vorschläge ist.

Zunächst hatte sie aber erst mal eine gute Nachricht: Schon seit Anfang September hat die Bücherei wieder freitags geöffnet. Die seit Januar vakante Stelle ist seitdem wieder besetzt. „Die neue Mitarbeiterin ist ausgebildete Fachkraft und seit 16 Jahren als Fachangestellte in einer öffentlichen Bücherei beschäftigt“, heißt es in den Unterlagen des Ausschusses dazu. Das bedeutet auch: Seit dem 4. September kann die Bücherei wieder freitagnachmittags öffnen. Das war wegen der vakanten Stelle vorher ausgesetzt worden.

Personalschlüssel neu berechnet

Der Personalschlüssel ist ein wichtiger Punkt in der Betrachtung von Rödl und Partner. Zunächst hatte in der Untersuchung der Vorschlag gestanden, das Personal zu reduzieren. Das hat das Beratungsunternehmen nun aber zurückgenommen: „Nach Rücksprache hat Rödl und Partner die Personalbedarfsplanung korrigiert. Rodl und Partner hat einen Personalbedarf von 2,69 Vollzeitstellen errechnet“, heißt es. Das entspricht dem Personal, das derzeit in der Bücherei tätig ist, wie auch Stadt-Sprecher Malte Woesmann auf Anfrage bestätigte. Aufgeteilt sind diese Stellen auf vier Mitarbeiterinnen.

Vielleicht ist diese Neuberechnung auch eine Reaktion auf die politische Diskussion: Für die Überlegung, das Personal zu reduzieren, hatte es im Ausschuss schon bei der ersten Vorstellung der Untersuchung viel Kritik gegeben.

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Weitere Änderungen in der BIB: Schon bald soll es möglich sein, dort mit der EC-Karte zu bezahlen. Und auch die Pläne zur Erweiterung der Öffnungszeiten sind etwas konkreter geworden. „Die Bibliothek stellt eine Umgestaltung der Öffnungszeiten hin zu familiengerechteren Zeiten und damit eine Öffnung am Samstagvormittag für das 1. Quartal 2021 in Aussicht“, heißt es. Vorher werde es aber noch eine Kundenstromanalyse geben, so Breiderhoff. So könne dann herausgefunden werden, welche Öffnungszeiten derzeit weniger genutzt werden, die dann zugunsten der Öffnung am Samstag wegfallen könnten.

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