Bilder, die bewegen

SELM Zerbeulte Fahrräder, zerschlagene Scheiben, zerstörte Räume. Es waren Bilder der Verwüstung, die die Schüler an allen weiterführenden Schulen in Selm und Bork in den letzten vier Wochen zu sehen bekamen (wir berichteten). Zunächst ohne weiteren Kommentar. Doch inzwischen ist klar, wer „dahinter steckt“.

von Von Kevin Kohues

, 05.11.2007 / Lesedauer: 2 min

Die ausdrucksstarken Bilder stehen im Mittelpunkt einer Kampagne zum Thema Vandalismus, die Heike Okroy vom Amt für Jugend, Schule und Familie angestoßen hat.

Das Ziel: Sensibilisierung, Information, Diskussion und Entwicklung alternativer Lösungsstrategien. Heißt konkret: Die Schülerinnen und Schüler auf das Problem des Vandalismus aufmerksam machen und Zivilcourage fördern.

Zum Nachdenken anregen

 „Es war mir ein Anliegen, das Thema Vandalismus einmal in anderer Form aufzugreifen“, erklärt Heike Okroy ihre Motive. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern ohne vorgegebene Antworten wollte sie die Schüler zunächst zum Nachdenken anregen. Deshalb „wanderte“ die Bilderausstellung mit fünf Motiven nach dem Ende der Herbstferien vier Wochen lang durch die weiterführenden Schulen.

Durch die Zusammenarbeit mit den Schulen wurde eine breite Ebene von Kindern und Jugendlichen zwischen dem 5. und 10. Schuljahr erreicht. In einem zweiten Schritt wurden die Schüler von Tutoren aus den eigenen Reihen über die negativen Folgen von Vandalismus informiert.

Die zentrale Aussage: Sachbeschädigung ist teuer, „macht hässlich“ und zerstört Jugendtreffpunkte. Und die Kosten für die Reparatur von Beschädigungen an öffentlichen Gebäuden und Plätzen müsse die Allgemeinheit tragen.

Positives Feedback der Schüler 

Magnus Burkhardt, Leiter der Erich-Kästner-Hauptschule in Bork, zog ein positives Zwischenfazit der Kampagne. „Die Bilder hingen bei uns mitten in der Aula, so dass sie wirklich jeder gesehen hat. Besonders bei den jüngeren Schülern haben sie Betroffenheit ausgelöst.“ Die Grundidee, Aufmerksamkeit zu erzeugen und präventive Möglichkeiten aufzuzeigen, sei aufgegangen.

Auch Heike Okroy berichtete über positives Feedback. „Viele Schüler hätten die Bilder gerne noch länger in der Schule gehabt“, erzählt die Jugendarbeiterin. Und Vorschläge, wie Vandalen künftig bestraft werden sollten, kamen auch. Beispiel: Sie sollten erst später den Führerschein machen dürfen. Ein Punkt, der unter Jugendlichen sicher „ziehen“ würde – genau wie die Kampagne von Heike Okroy

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