Borker planen neuen Bürger-Treff im Ortskern

Nach Gaststätten-Schließung

Am 31. Dezember ist Schluss. Dann schließt Alt Bork, die letzte Gaststätte in Bork. Dauerhaft wollen die Borker aber nicht auf Kneipe und Saal verzichten – und setzen dabei auf Selbsthilfe. Die nahm jetzt im Saal der Feuerwache einen heimlichen, aber entschlossenen Auftakt. Unsere 360-Grad-Fotos zeigen, an welchen Standorten was geplant ist.

BORK

, 22.12.2016, 12:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Rund 100 Borker hatten sich bereits in der vergangenen Woche im Feuerwehrgerätehaus Bork versammelt – nichtöffentlich und auch ohne Bürgermeister und ohne Politiker aus den anderen Ortsteilen. „Wir wollten unter uns bleiben“, sagt Maria Lipke (UWG) unserer Redaktion. Zusammen mit Ratskollegen von SPD und CDU und den jeweiligen Ortsvorsitzenden hatte sie Vereine, Geschäftsleute und Bürger zum Diskussionsabend eingeladen. Der Grund: Der Verlust der letzten Gaststätte in Bork - und der Auftakt zur Eigeninitiative.

Kein Warten bis 2020

Die Borker haben nicht nur diskutiert. Spontan gründete sich eine Arbeitsgemeinschaft aus 14 Personen: Vertreter der Vereine, der örtlichen Gewerbetreibenden und der Politik. „Wir werden uns das erste Mal gleich Anfang Januar treffen“, sagte sie. Dann gelte es, die vielen guten Ideen des Abends zu besprechen und weitere Schritte zu erörtern – und möglichst bald umzusetzen. Denn: Eine schnelle Lösung ist nötig: „Wenn wir bis 2020 auf einen Treff warten müssen, dann ist die Hälfte unserer Vereine kaputt“, zitiert Lipke Vereinsvertreter.

Bistro und Bürgertreff sind in der Auswahl

Die Borker entwickelten am Abend folgende Ideen: etwa die Einrichtung eines Bistros oder eines Bürger-Treffs im einstigen Schlecker-Gebäude, in der ehemaligen Gaststätte Zur Post oder der Amtsklause; den Bau eines Bürgertreffs am Amtshaus oder die Nutzung des Kellers dort. Applaus bekam der Vorschlag, den Verkauf des Marktplatzes irgendwie rückgängig zu machen. Wie berichtet, hat die Stadt das Gelände der Caritas verkauft, die dort ein Pflegeheim mit 39 Plätzen bauen will. 

Stattdessen wünschten sich Teilnehmer der Versammlung eine Gaststätte. „Wir werden die Ideen zusammenfassen und das Gespräch mit der Verwaltung und dem Bürgermeister suchen“, so Maria Lipke. „Wenn die Borker fest zusammenhalten, können sie einiges erreichen“, zeigte sich Franz-Josef Raubuch (CDU) optimistisch. Das bekräftigte auch Stefan Kühnhenrich (SPD).

Unsere 360-Grad-Foto zeigen die möglichen Standorte für den Treffpunkt. Klicken Sie auf das Foto - dann können sie anschließend mit gedrückter Maustaste den Blick kreisen lassen:

 

 

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