Bürgermeister im Kreis Coesfeld schreiben an Merkel

Sitzung am Montag

Richard Borgmann bleibt Sprecher der Bürgermeister im Kreis Coesfeld. Bei ihrer konstituierenden Sitzung wählten die elf Bürgermeister erneut den Amtsinhaber aus Lüdinghausen. Gemeinsam beschlossen sie ihren ersten Schritt nach den Wahlen: ein Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Lüdinghausen

, 02.11.2015, 18:13 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bürgermeister im Kreis Coesfeld schreiben an Merkel

Die Bürgermeister im Kreis Coesfeld trafen sich zur ersten Sitzung nach den Wahlen in Lüdinghausen. V.l.: Bernd Risthaus (Ascheberg), Lisa Stremlau (Dülmen), Dietmar Bergmann (Nordkirchen), Richard Borgmann (Lüdinghausen), Manuela Mahnke (Nottuln), Heinz Öhmann (Coesfeld), Christoph Gottheil (Rosendahl), Wilhelm Sendermann (Olfen) und Sebastian Täger (Senden). Es fehlen: Marion Dirks (Billerbeck) und Klaus Gromöller (Havixbeck).

Stellvertreter wurden Dietmar Bergmann aus Nordkirchen und Sebastian Täger aus Senden. Die drei Bürgermeisterinnen und acht Bürgermeister nahmen alle an dem ersten Treffen an der Wahl im Lüdinghauser Rathaus teil. Unter ihnen sind mit Wilhelm Sendermann aus Olfen, Sebastian Täger aus Senden, Manuela Mahnke aus Nottuln und Klaus Gromöller aus Havixbeck vier neue Amtsinhaber.

„Es war ein sehr gutes Gespräch“, so Richard Borgmann in einem Pressegespräch. Alle seien sich einig, man könne die großen Herausforderungen nur gemeinsam stemmen. „Wir werden auch weiterhin Position gegenüber dem Kreis und der Bezirksregierung beziehen“, so Richard Borgmann. Dabei spiele wie bisher Parteipolitik keine Rolle.

Kein Kirchturmdenken

Sebastian Täger erklärte, er habe schon bei der ersten Sitzung gemerkt, wie wichtig der Erfahrungsaustausch sei. „Kirchturmdenken kann nicht funktionieren, wir wollen zusammenarbeiten“, so der Sendener Bürgermeister.

Das Flüchtlingsproblem stand natürlich auf der Tagesordnung. Und gemeinsam mit dem Landrat haben die Bürgermeister eine Resolution verfasst, die nun Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zugestellt wird. „Wir müssen immer wieder auf die Sorgen und Nöte der Gemeinden hinweisen“, so Borgmann.

In dem Schreiben seien alle Zahlen der Unterbringung von Flüchtlingen in den Gemeinden und Städten des Kreises aufgelistet. „Wir wissen, dass Bund und Land schwierige Schritte vor der Brust haben, jedoch brauchen wir Kommunen aktive Unterstützung“, erläuterte Borgmann das Schreiben.

"Belastung ist sehr groß"

Sebastian Täger betonte in dem Pressegespräch, man stoße zurzeit immer mehr an Grenzen. Täger: „ Die Belastung der Ehrenamtlichen ist sehr groß, wir dürfen das Ehrenamt nicht noch mehr belasten.“ Richard Borgmann betonte, es könne nicht sein, dass alles was von oben vorgegeben werde die Gemeinden umsetzen müssten. Borgmann: „Das ständige Vertagen bringt uns nicht weiter, wir brauchen Entscheidungen.“

Die Bürgermeister vergaben auch einige Posten. So wird Lisa Stremlau die Bürgermeister im Aufsichtsrat der Münsterland e.V. vertreten. Wilhelm Sendermann vertritt die Bürgermeister bei der Regionale 2016. In den Aufsichtsrat der RVM wurden Sebastian Täger und Manuela Mahnke entsandt. 

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