Bürgermeister Mario Löhr verspricht mittelfristig bis zu 800 neue Arbeitsplätze

rnNeujahrsempfang Selm

Der Neujahrsempfang in Selm vereinte am Freitag, 18. Januar, mehr als 400 Gäste im Selmer Bürgerhaus. Vom Empfang des Vorjahrs unterschied er sich erheblich. Vor allem in einer Hinsicht.

Selm

, 19.01.2019, 05:55 Uhr / Lesedauer: 3 min

Am Anfang eines neuen Jahres ist es üblich, sich etwas vorzunehmen. Das gilt für Privatleute wie für Unternehmer. Und auch für einen Bürgermeister. Mario Löhr, Selms Bürgermeister, hat sich jedenfalls für 2019 einiges vorgenommen. Das verkündete er am Freitagabend während des Neujahrsempfangs der Stadt Selm, der Handwerksmeisterrunde, der Werbegemeinschaft und des Wirtschafts- und Kulturfördervereins (Wikult). Und was er verkündete hat Auswirkungen. Auf Privatleute wie auf Unternehmer.

Bürgermeister Mario Löhr verspricht mittelfristig bis zu 800 neue Arbeitsplätze

Ein Hingucker: das beleuchtete Bürgerhaus. © Arndt Brede

Bis zu 13 Hektar Fläche für neues Unternehmen

„In Zukunft wird jeder, der kann und auch will, einen Arbeitsplatz in Selm bekommen“, erklärte Löhr vor rund 420 Gästen des Neujahrsempfangs. Raunen im Publikum. Und dann die Auflösung des Satzes: „Wir sind in aktuellen Verhandlungen mit einem Unternehmen. Und wenn uns gelingt, das Unternehmen hier anzusiedeln, sind das bis zu 800 neue Arbeitsplätze.“Später wurde der Bürgermeister im Gespräch mit der Redaktion etwas konkreter: „Wir sind in finalen Abstimmungen, dass der neue Investor in Selm Flächen erwerben wird. Wir reden mittlerweile über eine Größenordnung von bis zu 13 Hektar. Mittelfristig kann das für Selm bedeuten, dass bis zu 800 Arbeitsplätze entstehen können.“ Auf die Frage, aus welcher Branche das Unternehmen stamme, dass sich in Selm ansiedeln möchte, sagte Löhr: „Wir haben Stillschweigen vereinbart, werden aber in einer Ratssondersitzung einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan für die betreffenden Flächen fassen, um das deutliche Signal zu geben, dass es mit dieser Ansiedlung ernst gemeint ist.“ Spätestens im Jahr 2020 müsse gebaut werden, damit spätestens 2025 die neuen Arbeitsplätze entstehen können. Bei den Flächen handelt es sich um ein Areal zwischen der Werner Straße und dem Ondruper Weg. „Das sind die sogenannten Haschmann-Flächen“, sagte der Bürgermeister. Erschlossen wird das neue Gelände künftig über den derzeit nur in Ansätzen erkennbaren vierten Arm des Kreisverkehres Werner Straße/Zeche-Hermann-Wall.

Bürgermeister Mario Löhr verspricht mittelfristig bis zu 800 neue Arbeitsplätze

Die Besucher des Neujahrsempfangs nutzten die Gelegenheit zu Gesprächen. © Arndt Brede

Zweite Halle von McAirlaid‘s geplant

Zu diesen mittelfristigen Plänen könne es durchaus auch noch weitere Projekte geben, erklärte Mario Löhr. Das Unternehmen McAirlaid’s habe angekündigt, in diesem Jahr die zweite Halle zu bauen. „Wir warten auf den Bauantrag, so dass wir den ziemlich schnell genehmigen können. Das zieht sicher auch neue Arbeitsplätze hinter sich her.“

So ändert sich die Lage: Vor einem Jahr beim Neujahrsempfang 2018 hatte Löhr noch verkündet, dass ein großes Logistikunternehmen, das sich in Selm ansiedeln wollte, abgesprungen sei.

Bürgermeister Mario Löhr verspricht mittelfristig bis zu 800 neue Arbeitsplätze

Noch ist Mario Löhr Bürgermeister der Stadt Selm. Ab 2020 vielleicht Landrat des Kreises Unna. Die Queen wird dann aber wohl eher nicht zum illustren Kreis seiner Gesprächspartner dann gehören. © Arndt Brede

Löhr bekennt sich zu Selm

Während seiner offiziellen Ansprache während des Neujahrsempfangs hatte sich Mario Löhr nicht zu seiner geplanten Kandidatur für das Amt des Landrats des Kreises Unna ab 2020 geäußert, für die der Kreisvorstand der SPD jüngst Mario Löhr favorisiert hat. Er gab jedoch ein Bekenntnis zu Selm ab: „Ich bin Papa zweier Kinder und werde weiter mit meiner Lebensgefährtin in Selm wohnen bleiben. Der Kreis Unna ist unsere Heimat und der Mittelpunkt für mich ist hier unser Selm.“ Neben diesem privaten Bekenntnis wurde Löhr gegenüber der Redaktion auch in dienstlicher Hinsicht deutlich: „Mein Ziel ist, die Projekte, die wir hier begonnen haben, abzuschließen. Sie werden auch bis 2020 angeschlossen oder wenigstens im Bau sein. Wir werden auch neue Projekte angehen, so dass mein Nachfolger oder meine Nachfolgerin über 2020 hinaus die Projekte übernehmen kann.“ Diese Projekte beziehen sich laut Löhr auf die weitere Entwicklung der Kreisstraße, die Entwicklung in Bork, die ein ganz entscheidendes Thema sein wird. Und in Cappenberg werden wir in diesem Jahr zu Bürgerveranstaltungen einladen, weil wir mit den Bürgern die Entwicklung in Cappenberg besprechen wollen.“

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So lief der Neujahrsempfang in Selm

Mit mehr als 400 Gästen war der Neujahrsempfang in Selm am Freitag, 18. Januar, bestens besucht. Es gab viele Neuigkeiten rund um das Leben in Selm. Die Stimmung war sehr gut, wie unsere Bilder zeigen.
18.01.2019
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Der Bürgerhaussaal war sehr gut gefüllt.
Die Besucher des Neujahrsempfangs nutzten die Gelegenheit zu Gesprächen.
Die Besucher des Neujahrsempfangs nutzten die Gelegenheit zu Gesprächen.
Die Besucher des Neujahrsempfangs nutzten die Gelegenheit zu Gesprächen.
Die Besucher des Neujahrsempfangs nutzten die Gelegenheit zu Gesprächen.
Die Besucher des Neujahrsempfangs nutzten die Gelegenheit zu Gesprächen.
Die Besucher des Neujahrsempfangs nutzten die Gelegenheit zu Gesprächen.
Die Besucher des Neujahrsempfangs nutzten die Gelegenheit zu Gesprächen.
Die Dekoration und später auch die Getränke und Speisen waren auf England abgestimmt.
Die Besucher des Neujahrsempfangs nutzten die Gelegenheit zu Gesprächen.
Die Besucher des Neujahrsempfangs nutzten die Gelegenheit zu Gesprächen.
Ein Hingucker: das beleuchtete Bürgerhaus.
Die Besucher des Neujahrsempfangs nutzten die Gelegenheit zu Gesprächen.
Die Besucher des Neujahrsempfangs nutzten die Gelegenheit zu Gesprächen.
Die Pfadfinder kümmerten sich um die Gäste.
Die Besucher des Neujahrsempfangs nutzten die Gelegenheit zu Gesprächen.
Die Besucher des Neujahrsempfangs nutzten die Gelegenheit zu Gesprächen.
Die Besucher des Neujahrsempfangs nutzten die Gelegenheit zu Gesprächen.
Die Besucher des Neujahrsempfangs nutzten die Gelegenheit zu Gesprächen.
Die Besucher des Neujahrsempfangs nutzten die Gelegenheit zu Gesprächen.
Die Besucher des Neujahrsempfangs nutzten die Gelegenheit zu Gesprächen.
Die Besucher des Neujahrsempfangs nutzten die Gelegenheit zu Gesprächen.
Die Pfadfinder kümmerten sich um die Gäste.
Die Besucher des Neujahrsempfangs nutzten die Gelegenheit zu Gesprächen.
Die Besucher des Neujahrsempfangs nutzten die Gelegenheit zu Gesprächen.
Christoph Davids moderierte erstmals den Neujahrsempfang.
Monika Zientz, Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins , verriet Moderator Christoph Davids, dass eine Delegation aus Workington im Februar anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft Selms mit der englischen Stadt nach Seöm kommen wird.
Volker Brüning (v.l.), Helmut Jahnke und Uwe Mentel, die Vorsitzenden der Werbegemeinschaft, des Wirtschafts- und Kulturfördervereins und der Handwerksmeisterrunde äußersten sich imGespräch mit Moderator Christoph Davids zur Gegenwart und Zukunft ihrer Gemeinschaften.
Der stellvertretende Landrat des Kreises Unna, Martin Wiggermann, gehörte zu den Gästen des Selmer Neujahrsempfangs.
Philipp Jünemann (r.) hier mit Moderator Christoph Davids, stellte die Pläne der Pfadfinder vor.
Die Pfadfinder kümmerten sich um die Gäste.
Noch ist Mario Löhr Bürgermeister der Stadt Selm. Ab 2020 vielleicht Landrat des Kreises Unna. Die Queen wird dann aber wohl eher nicht zum illustren Kreis seiner Gesprächspartner dann gehören.
Bürgermeister Mario Löhr bedankte sich bei den Moderatoren der Neujahrsempfänge der letzten zehn Jahre, Marion Kurpicz und Manfred Breyer.
Ursula Rottmann hat 45 Jahre lang die Stadtranderholung betreut. Bürgermeister Mario Löhr überreichte ihr die Verdienstmedaille der Stadt Selm in Silber.
Ursula Rottmann hat 45 Jahre lang die Stadtranderholung betreut. Bürgermeister Mario Löhr überreichte ihr die Verdienstmedaille der Stadt Selm in Silber.
Die Queen begrüßte die Besucher.
Die Besucher des Neujahrsempfangs nutzten die Gelegenheit zu Gesprächen.
Die Besucher des Neujahrsempfangs nutzten die Gelegenheit zu Gesprächen.
Die Besucher des Neujahrsempfangs nutzten die Gelegenheit zu Gesprächen.
Die Besucher des Neujahrsempfangs nutzten die Gelegenheit zu Gesprächen.

Auf die Frage, wie er sich vorstelle zu schaffen, dass er sich einerseits auf die Landratskandidatur vorbereiten muss, andererseits aber noch Bürgermeister Selms zu sein, antwortete Mario Löhr: „Ich werde das schaffen. Dann muss ich eben noch mehr Energie und Zeit reinstecken. Ich brenne für Selm, ich brenne für den Kreis Unna. Man wird nicht erleben, dass Selm darunter leidet.“

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Die Pfadfinder kümmerten sich um die Gäste. © Arndt Brede

Wirtschaftsstandort Selm steht im Fokus

Der Bürgermeister als Lokalpatriot? Da wollten die anderen, die neben dem Bürgermeister zum Empfang geladen hatten, nicht hinten anstehen. Uwe Mentel, Chef der Handwerksmeisterrunde, brach eine Lanze für kleinere Unternehmen in Selm, die gegen die großen Internetriesen wie Amazon. Einzelhandel und Dienstleister mit Vereinen und Institutionen bräuchten einen gemeinsamen Selmer Onlinemarktplatz, von dem die Einzelnen profitieren können. Helmut Jahnke, Vorsitzender des Wikult, warb für seinen Verein, der in und für Selm einiges bewirke. Volker Brüning, Vorsitzender der Werbegemeinschaft, schlug die verbale Werbetrommel für den Einkaufsstandort Selm: „Unser Selm bietet alles, was man braucht.“ Der Begriff „vor Ort“ müsse eine größere Bedeutung bekommen.

Bürgermeister Mario Löhr verspricht mittelfristig bis zu 800 neue Arbeitsplätze

Volker Brüning (v.l.), Helmut Jahnke und Uwe Mentel, die Vorsitzenden der Werbegemeinschaft, des Wirtschafts- und Kulturfördervereins und der Handwerksmeisterrunde äußersten sich im Gespräch mit Moderator Christoph Davids (Mitte) zur Gegenwart und Zukunft ihrer Gemeinschaften. © Arndt Brede

Die Engländer kommen im Februar

Der Neujahrsempfang stand in diesem Jahr ganz im Zeichen von England. Denn Selm und Workington feiern in diesem Jahr 25-jähriges Bestehen der Städtepartnerschaft. Dazu werden vom 19. bis 24. Februar Menschen aus Workington nach Selm kommen. Geplant seien Konzerte zweier Chöre, eines davon gemeinsam mit dem Selmer Chor Liederbrücke, sagte Monika Zientz, Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins Selm. Geplant sei aber auch ein kleiner Karnevalsumzug mit den Engländern. Der Gegenbesuch läuft am 26. Mai, dem Tag der Europawahl. Die Selmer Verwaltungsleitung könne dann nicht mitfahren, sagte Bürgermeister Mario Löhr. Er appellierte an alle Selmer, an diesem Tag zur Europawahl zu gehen, um mit dem Urnengang jeden rechten Tendenzen entgegenzuwirken.

Bürgermeister Mario Löhr verspricht mittelfristig bis zu 800 neue Arbeitsplätze

Bürgermeister Mario Löhr bedankte sich bei den Moderatoren der Neujahrsempfänge der letzten zehn Jahre, Marion Kurpicz und Manfred Breyer. © Arndt Brede

Wechsel bei den Moderatoren

Moderiert wurde der Neujahrsempfang übrigens von Chistoph Davids und nicht mehr von Marion Kurpicz vom Wikult und von Manfred Breyer von der Werbegemeinschaft. Sie hatten sich nach zehn Jahren als Moderatoren zurückgezogen. Vom Bürgermeister gab es viel Lob für die Arbeit der beiden. Nachfolger Christoph Davids moderierte den Abend souverän.

Bürgermeister Mario Löhr verspricht mittelfristig bis zu 800 neue Arbeitsplätze

Christoph Davids moderierte erstmals den Neujahrsempfang. © Arndt Brede

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