Chris Andrews im Bürgerhaus: Publikum feiert den „Yesterday man“ und seine Freunde in Selm

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Das Christmas-Konzert mit Chris Andrews gehört für Oldiefans zu Weihnachten wie der Tannenbaum. Sie strömten auch dieses Mal wieder in Scharen nach Selm und hörten nicht nur Weihnachtliches.

Selm

, 21.12.2019, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf ihren Stühlen gehalten hat es am Freitagabend im Bürgerhaus kaum jemanden. Die Zuhörer sprangen immer wieder auf, klatschten mit und bewegten sich trotz der Enge der Reihen im Rhythmus der Songs: Chris Andrews, der deutsch-britische Schlager- und Pop-Sänger mit Wohnsitz in Selm, und seine „Stars for Christmas“ bereiteten dem Publikum vier Tage vor Heiligabend eine besondere Bescherung. Davon werden auch Noch andere profitieren, die die Stars selbst Gar nicht kennen.

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Stars for Christmas 2019: viele Fotos vom Konzert

Chris Andrews, der deutsch-britische Sänger und Komponist, hatte wieder zu seinem jährlichen Christmas-Konzert in seiner Wahlheimat Selm geladen. Es kamen nicht nur Fans, sondern auch musikalische Wegbegleiter.
21.12.2019
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Auch der elfjährige Ben und die siebenjährige Luana, die Nichte von Alexandra Andrews, hatten ihre Bühnenauftritte, verfolgten interessiert das Programm und sangen bei den Liedern von Chris Andrews begeistert mit.© Diethelm Textoris
Erinnerungsfotos mit Elvis Oliver Steinhoff sind sehr gefragt an diesem Abend.© Diethelm Textoris
Ausdrucksstark nicht nur in der Stimme, sondern auch im mimischen Vortrag: Chris Andrews.© Diethelm Textoris
Der Yesterday Man wirkt bis in die heutige Zeit. Beim Auftritt von Chris Andrews schlägt die Publikumsbegeisterung hohe Wellen.© Diethelm Textoris
Von der berühmten Formation Dave Dee, Dozy, Beaky, Mick & Tich sind nur noch Beaky (2.v.l.) und Mick (im Hintergrund am Schlagzeug übrig geblieben. Die beiden anderen sind Nachrücker. Trotzdem: Beim Selmer Konzert spielte die Band wie in allten Zeiten gewaltig auf. Da fehlte keiner der Nr. One Hits aus den britischen und deutschen Charts wie "Bend it", "Zabadak", da fehlte auch nicht der Welthit "Legend of Xanadou".© Diethelm Textoris
Weihnachtlich ging es im ersten Teil des Programms zu. Chris Andrews ließ die "Jingle Bells" erklingen und führte die Zuhörer gefühlvoll in ein "Winterwunderland". Auch Ehefrau Alexandra und deren Nichte Luana (7) steuerten Weihnachtslieder bei. Von Oliver Steinhoff als Elvis gab es "Crying in the Chapel" und "Blue Christmas without you."© Diethelm Textoris
Wieder einmal war die Show "Chris Andrews presents Stars for Christmas" im Bürgerhaus seit langem ausverkauft.© Diethelm Textoris
Wieder einmal war die Show "Chris Andrews presents Stars for Christmas" im Bürgerhaus seit langem ausverkauft. Dei meisten der Zuschauer waren nicht zum ersten Mal dabei.© Diethelm Textoris
Ludger Kortendick aus Selm (70 ) (m) ist seit Jahrzenten ein begeisterter Musikfan. Er erlebte des Anfänge von Chris Andrews, Dave Dee, Dozy, Beaky, Mick & Tich und Peter Petrel als Teil der Windows, sah die Beatles und die Stones live in Essen bzw. Dortmund und verpasste kaum eine Sendung des legendären Beat Clubs mit Uschi Nerke, Noch heute schwärmt von Woodstock oder dem Hamburger Star-Club. Das Weihnachtskonzert in Selm erlebte er zum ersten Mal. "Es hat mir gezeigt, was für eine tolle musikalische Zeit die 60-er und 70-er Jahre waren. Ich bin total begeistert und werde bstimmt wiederkommen", lobt er.© Diethelm Textoris
Peter Petrel, in jungen Jahren u.a. auch Mitglied der "Rentnerband", ließ in dem weihnachtlichen Teil auch jazzige Töne einfließen. Ein Hinhörer war sein spontaner A Capella-Vortrag von Armstrongs "What a wonderful world."© Diethelm Textoris
Fast andächtig verfolgen Mathilde und ihre Tochter Sandra den weihnachtlichen Teil des Programms. Sie sind zum wiederholten Male dabei und freuen sich auf Teil 2 und 3, wo es dann "rockiger" zugeht. Sandra (43) "Ich geb es nicht gerne zu, Aber früher war von Milli Vanilli total begeistert. Doch auch die hier im Konzert gebotenen Oldies kenne und liebe ich inzwischen."© Diethelm Textoris
Birgit, Bernhard, Renate, Hewig und Brigite (v.l.), nach eigenen Angaben mit einem Durchschnittsalter von Ü 60, sind beim Pausengespräch sehr angetan vom besinnlichen ersten Teil der Programms. Jetzt blicken sie mit Spannung auf Teil zwei und hoffen, dass sie trotz Bestuhlung und enger Reihen "mitrocken" können.© Diethelm Textoris
Elvira, Ludger,Wilma,Mathilde und Sandra (v.l.) warten mit einem Pausengetränk gespannt auf Teil 2 des Programms.© Diethelm Textoris
Joana und Ben helfen Alexandra Andrews bei der Tombala und ziehen als Glücksboten die Lose. Der Tombola-Erlös kommt, ebenso wie ein Teil des Eintrittserlöses, dem Taffy Projekt Dortmund zugute, einem Präventionsprojekt zum Schutz von Kindern vor sexueller Gewalt.© Diethelm Textoris
Storytelling in Tanzform: Tanzsolisten vom Rock'n' roll Club No1 erzählen von der großen Liebe und dem kriminellen Leben bis zum tragischen Ende von "Bonnie and Clyde".© Diethelm Textoris
"How do you do?" Peter Petrel und Ehefrau Tina stellen als Windows ihren großen Erfolgshit vor und verraten: "Wir sind Sauer. " So heißen sie mit bürgerlichem Namen.© Diethelm Textoris
Elvis lebt und sucht die Publikumsnähe. Es ist Oliver Steinhoff, der die Legende wieder aufleben lässt und das Publikum mit allen großen Hits von "Blue suede Shoes" bis "Suspicious Minds" mitrocken und bei "Can't help falling in love with you" von der großen Liebe träumen lässt.© Diethelm Textoris
Bei vielen Beiträgen hielten es die Zuschauer nicht merh auf den Sitzen aus und rockten trotz enger Stuhlreihen mit.© Diethelm Textoris
Bei vielen Beiträgen hielten es die Zuschauer nicht merh auf den Sitzen aus und rockten trotz enger Stuhlreihen mit.© Diethelm Textoris
Schlagworte Kultur in Selm

Während es im ersten Teil des Programms noch weihnachtlich besinnlich zuging mit Titeln wie „Mary’s Boy Child“, „Alle Jahre wieder“ und „Crying in the Chapel“, haben der am Ternscher See wohnende Chris Andrews und seine Musiker-Kollegen in Teil zwei und drei gewaltig aufgedreht.

Peter Petrel besang mit seiner Ehefrau die „True love“

Peter Petrel präsentierte mit Tina Wulf, die nicht nur seine Gesangspartnerin ist, sondern auch seine Ehefrau, den Diskothekenrenner früherer Zeiten „How do you do“. Sie luden das Publikum zum gefühlvollen „Summer Wine“ ein und erinnerten an Bing Crosby und Grace Kelly mit „True love.“ Oliver Steinhoff schlüpfte in die Rolle von Elvis - mit den schmissigen Rock’n’Roll-Titeln, den schmalzigen Liebesliedern und auch dem sozialkritischen „In the Ghetto“.

Chris Andrews singt auch aktuelle Titel

Alles mündete in Teil drei, in dem der inzwischen 77-jährige Gastgeber Chris Andrews zeigte, dass er nicht nur ein „Yesterday Man“ ist - so lautet der Titel seines international erfolgreichen Songs aus dem Jahr 1966 - , sondern auch das Publikum von heute begeistern kann. Er überraschte mit „What I Say“ von Ray Charles und griff bei Bill Haleys „Rock around the clock“ selbst zur Gitarre.

Ihre ersten großen Hits hatten Dave Dee, Dozy, Beaky, Mick & Tich 1966. Beaky und Mick sind übrig geblieben, hervorragende Solisten sind an die Stelle der anderen gerückt. So konnten sie mit ihren alten Ohrwürmern den Saal zum Kochen bringen. Beaky, der mit bürgerlichem Namen John Dymond heißt, zeigte, dass er weder das Gitarrenspielen, noch das Singen und schon gar nicht das Anbringen humorvoller Ansagen verlernt hatte.

Der Abend endete mit einem großen Finale, bei dem alle Akteure zusammen wirkten, dabei teilweise ungeprobt improvisierten und das Publikum mit „Johnny B. Goode“ nach Hause verabschiedeten nach einem Abend voller Erinnerungen, „so richtig für Herz und Seele“, wie eine Zuhörerin sagte.

Dortmunder Kinderschutzprojekt profitiert

Ein Teil des Erlöses des Konzertes ist für das Kinderschutzprojekt „Taffy“ bestimmt. „Taffy -ich kann brüllen wie ein Löwe“ ist ein Präventionsprojekt für Vorschulkinder gegen sexuelle Gewalt. Es wird vom Kinderschutzzentrum Dortmund angeboten.

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