Chris Andrews überzeugte beim Osterbeat mit Klassikern statt Schlagern

Osterbeat mit Chris Andrews

Klassiker aus den 60ern, 70ern und 80ern gab es beim 1. Oster-Beat-Konzert von Chris Andrews im Bürgerhaus zu hören. Dabei reisten sogar Gäste aus größerer Entfernung an.

Selm

, 14.04.2019, 12:47 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Osterüberraschung mit toller Musik begeistere das Publikum.

Die Osterüberraschung mit toller Musik begeistere das Publikum. © Beate Dorn

Mit dem Beatles-Hit „All you need is Love“ ging es los – und schon war das Eis gebrochen. Die Stimmung beim ersten „Osterbeat“ im Bürgerhaus war gigantisch. Die Golden Sixties Band, Stargast Peter Jezewski aus Schweden und der in Selm wohnhafte Sänger und Komponist Chris Andrews nahmen die rund 200 Besucher mit auf eine musikalische Zeitreise.

Unterhaltsam führte Chris Andrews Ehefrau Alexandra durch das Programm, das von Rock´n’Roll der 50er Jahre über Pop und Rock der Swinging 60s bis hin zu den Songs der 70er-Jahre reichte. Ben Klingenberg, der in dem Musical von Chris Andrews den jungen Chris gespielt hatte, durfte die Moderatorin zeitweise unterstützen.

Alexandra Andrews moderierte die Veranstaltung.

Alexandra Andrews moderierte die Veranstaltung. © Beate Dorn

Nicht mehr so viel Schlager

„Unsere Veranstaltungen hier im Bürgerhaus waren immer toll“, betonte Alexandra Andrews. Allerdings sei der Wunsch aufgekommen, dass Chris mehr auftreten und es nicht ganz so schlagerlastig sei solle. Dem Wunsch wurde mit dem „Osterbeat“ entsprochen und das kam richtig gut an. Das Publikum konnte fast alle Songs mitsingen und das machte richtig gute Stimmung.

Zunächst heizten die „Golden Sixties“ dem Publikum kräftig ein. Ihr Auftritt wirkte authentisch durch die abwechslungsreiche Song-Auswahl und den Spaß an der Musik, den die vier Musiker vermittelten. „Das ist genau die Musik, die ich mag“, erzählte sich Wolfgang Pätsch.

Besucher aus Heilbronn

Nach einer kurzen Pause betrat Peter Jezewski die Bühne. Mit ihm und seiner Band, den Boppers hatte Chris Andrews in den 80er Jahren in Schweden große Charterfolge. 2017 schaffte es eine zeiteilige CD in die Top Ten der schwedischen Charts und konnte sich dort 17 Wochen halten. Auch Jezewski hielt die Besucher mit seinem musikalischen Können in Atem. Während er den meisten Besuchern bis dahin unbekannt war, fieberten Rhandy Meier und sein Vater Peter dem Auftritt in Fan-T-Shirts entgegen. „Wir sind extra aus Heilbronn angereist, um Jezewski zu sehen und hoffentlich auch ein paar Worte mit ihm wechseln zu können“, erklärte Peter Meier. Dass sie einen Platz in der ersten Reihe ergattern konnten, machte den Abend für sie perfekt.

Für Peter Jezewski kamen sogar Besucher aus Heilbronn.

Für Peter Jezewski kamen sogar Besucher aus Heilbronn. © Beate Dorn

Relativ unspektakulär enterte Chris Andrews die Bühne. Plötzlich war er da, setze sich zunächst ans Keyboard und sang gemeinsam mit Peter Jezewski. Waren die Besucher bis dahin noch auf ihren Plätzen geblieben, hatten von dort geklatscht und eine Art Sitztanz gepflegt und nahezu jeden Song mitgesungen, forderte dann zunehmend der Bewegungsdrang seinen Tribut. Als Chris Andrews die Bühne unter anderem mit seinen größten Hits „Pretty Belinda“ und „Yesterday Man“ rockte, konnte kaum jemand still bleiben. Die Scheu, die Texte lauthals mitzusingen war längst überwunden.

Bewegungsdrang

Sowohl Künstler als auch Besucher hatten sichtlich Spaß an der musikalischen Zeitreise. Als Alexandra Andrews fragte „Seid ihr beim nächsten Mal auch dabei?“, schalle ihr ein ohrenbetäubendes „Ja“ entgegen.

„Es war ein rundum gelungenes Konzert“, freute sich Frauke Hansen. Wie viele andere Besucher hätte sie sich mehr Raum zum Tanzen gewünscht. „Wir bewegen uns gerne“, sagte sie und schlug vor, die Sitzreihen beim nächsten Mal durch Stehtische zu ersetzen.

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