Claus Götsch begleitet Menschen in den Tod

Hospizgruppe Selm-Olfen

35 Ehrenamtliche arbeiten als Sterbebegleiter der Hospizgruppe Selm-Olfen. Sie begleiten Menschen auf deren letztem Lebensweg. Einer der Sterbebegleiter ist Claus Götsch. Wir haben ein Audiointerview mit dem 64-jährigen ehemaligen Unternehmer geführt.

SELM

, 25.07.2016 / Lesedauer: 2 min
Claus Götsch begleitet Menschen in den Tod

Claus Götsch ist seit eineinhalb Jahren ehrenamtlicher Sterbebegleiter.

Der Nordkirchener Götsch und seine 34 Mitstreiter haben eine verantwortungsvolle Aufgabe. Zuhören, auf den Menschen eingehen. Und das in einer Situation, in der klar ist, dass die Begleitung endlich ist. Viel Verantwortung.

Verantwortung, die Druck macht? „Nein, aber es gibt natürlich Momente, wo man keine Antwort hat“, sagt Götsch. „Es kann aber auch ohne weiteres sein, dass ich eine halbe Stunde da sitze, wenn der Klient eingeschlafen ist. Die Klienten sind ja auch geschwächt durch Medikamente.“

Hospizgruppe bietet Kurse für Sterbebegleiter an

Wie Götsch weiter erzählt, lache er aber auch viel mit seinen Klienten. Es entstünden Bindungen. Und wenn dann der Anruf kommt, dass der Mann, den er begleitet hat, gestorben ist? „Dann ist man auch betroffen. Man hat ja Bilder und Begegnungen.“

Auf ihre Aufgabe bereitet die Hospizgruppe ihre künftigen Sterbebegleiter gründlich vor. Mit einem Grundkurs, bestehend aus über 40 Unterrichtseinheiten, darunter auch praktische Einheiten im Hospiz Datteln. Aktuell läuft wieder solch ein Grundkurs. Der nächste Kurs ist für 2017 vorgesehen.

Das ausführliche Interview mit Claus Götsch lesen Sie auf der Lokalseite Nordkirchen in der Montagsausgabe der Ruhr Nachrichten. Hier entlang geht es direkt zur eZeitung.

Für den nächsten Grundkurs sucht die Hospizgruppe noch Interessierte. Wer mitarbeiten möchte oder die Hospizgruppe durch eine Spende unterstützen will, kann mit der Gruppe Kontakt aufnehmen unter Tel. (02592) 9786156 oder im Internet unter .

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