Corona-Krise in Selm: Auch Grundschulen stehen in den Startlöchern

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Die Grundschulen sollen ab dem 4. Mai wieder geöffnet werden. Zunächst für bestimmte Jahrgänge. Was bedeutet das nun für eine Selmer Grundschule ganz aktuell?

Selm, Bork, Cappenberg

, 18.04.2020, 18:22 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erst die Abschlussschüler ab Donnerstag, 23. April, an den weiterführenden Schulen, dann ab dem 4. Mai auch Grundschüler der vierten Jahrgänge. Zug um Zug soll wieder so etwas wie Normalität in die heimische Schullandschaft einziehen. Wobei: Normalität? Ist das möglich? Wenn ja, wann? Fragen, die derzeit noch ungeklärt sind.

Aber was ist denn schon alles geklärt? Christine Jücker, Leiterin der Selmer Overbergschule, findet dazu im Gespräch mit der Redaktion klare Worte. „Wir haben gut geplant und warten aber auch, ob noch was aus Düsseldorf von der Landesregierung kommt“, beschreibt Christine Jücker den Status Quo der Vorbereitungen auf das, was Bund und Länder beschlossen haben. Nämlich die schrittweise Wiederöffnung der Schulen. Das, auf was Christine Jücker und wohl alle, die Verantwortung für die Selmer Schullandschaft tragen, warten, sind Ausführungsbestimmungen.

Lob: Stadt ist schon aktiv geworden

Allerdings belassen es die Verantwortlichen nicht mit dem reinen Warten. „Die Stadt ist aber schon aktiv geworden. Wir werden in der nächsten Woche nochmal über die Hygienevorschriften und deren Umsetzung sprechen“, berichtet Christine Jücker. „In Selm sind wir gut aufgestellt. Desinfektionsmittel, Papiertaschentücher, Wasser, Seife haben wir alles. Es wird regelmäßig gereinigt. Die Schule ist blitzblank. Wir haben in den Ferien eine Grundreinigung bekommen.“

Auch die Aufteilung in den Räumen habe die Schule schon in den Blick genommen: „Der Hausmeister stellt die Stühle und Tische jetzt nach dem dänischen Model auf.“ Dänisches Modell? „Das haben die in Dänemark super hingekriegt, dass die Abstände von zwei Metern mit Tischen und Stühlen gewährleistet sind“, erklärt die Schulleiterin. „Wir haben also unsere Hausaufgaben gemacht.“

Wenn dann also die Viertklässler am 4. Mai zur Schule kommen: Wie sieht denn dann die Anzahl der Schüler pro Raum aus? „Es ist ja gesagt worden, dass es maximal 15 Kinder pro Raum sein sollen“, sagt Christine Jücker. Es könne sein, dass acht bis neun Gruppen gebildet werden. „Lehrer müssten wir dafür ausreichend haben.“ Ein Modell, das denkbar ist, sei, zu rotieren. Dass also ein Schwung Schüler an einem Tag unterrichtet werde, dann die Schule gesäubert werde, und am nächsten Tag der nächste Schwung Schüler zum Unterricht erscheint. „Mal sehen, wie kreativ wir sein müssen“, erklärt die Schulleiterin. „Vielleicht kommt ja auch noch was aus Düsseldorf.“

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