Corona-Krise in Selm: Bibliothek hat wieder geöffnet - unter Auflagen

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Wochenlang war die Stadtbibliothek, kurz Bib genannt, wegen der Corona-Krise geschlossen. Das hat seit Dienstag, 21. April, ein Ende. Und doch ist es noch nicht wieder so, wie es war.

Selm

, 21.04.2020, 21:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Aktualisierung der Corona-Schutzverordnung lässt für einige Bereiche des städtischen Lebens Öffnungen zu. So können zum Beispiel Bibliotheken wieder öffnen. Dem schließt sich die Bibliothek im FoKuS an und ist seit Dienstag, 21. April, für den Kundenverkehr zu den üblichen Öffnungszeiten erreichbar.

Die Gaming-Box ist gesperrt. Niemand soll sich zu lange in der Bibliothek aufhalten.

Die Gaming-Box ist gesperrt. Niemand soll sich zu lange in der Bibliothek aufhalten. © Arndt Brede

Allerdings gelten strenge Auflagen, die die Corona-Schutzverordnung vorschreibt. So wird der Zugang nur für eine gewisse Anzahl an Personen gleichzeitig möglich sein. Der Zutritt wird am Eingang geregelt. Es wurden Vorkehrungen getroffen, damit der erforderliche Mindestabstand eingehalten werden kann beziehungsweise die Hygiene über Desinfektionsmittelspender gewährleistet ist.

Lob der Leiterin für die Kunden

„Heute Vormittag waren 75 Kunden da und wir hatten 270 Rückgaben und 230 Ausleihen, “, berichtet Bib-Leiterin Margit Breiderhoff am Dienstagmittag im Gespräch mit der Redaktion.

Öffnungszeiten und Kontakt

  • Dienstag: 9.30-12.30 Uhr und 14.30-18.00 Uhr
  • Mittwoch 14.30-18.00 Uhr
  • Donnerstag 14.30-18.00 Uhr
  • Freitag 9.30-12.30 Uhr
Kontakt: Bibliothek im FoKuS Willy-Brandt-Platz 5; 59379 Selm; Tel.: (02592) 6300-0; E-Mail: bibliothek@stadtselm.de

„Wir haben ja von 9.30 bis 12.30 Uhr die ersten Erfahrungen sammeln können“, sagt Margit Breiderhoff. „Ich kann nur sagen: Die Kunden haben sich äußerst diszipliniert verhalten.“ Es habe sich jeder an die vorgegebenen Regeln gehalten. Die Regeln, das sind: Eintrittskontrolle, Abstandsmarkierungen im Eingang und auf den Treppen sowie innerhalb der Bib. Jeder Kunde werde gebeten, die Hände zu desinfizieren. Maximal dürfen sich zehn Personen gleichzeitig in der Bibliothek aufhalten.

Hatten die Kunden auch Verständnis für die Auflagen, an die letztendlich ja auch die Wiederöffnung geknüpft ist? Margit Breiderhoff: „Es gab keine Unmutsäußerung oder Unverständnis für die Regeln. Die Kunden haben sich so gefreut und waren erleichtert und haben ein Stückchen Normalität zurückgewonnen.“

Die Kunden sind froh, dass die Bib wieder geöffnet hat.

Die Kunden sind froh, dass die Bib wieder geöffnet hat. © Arndt Brede

Auch für sich selbst hat das Bib-Team mit Hilfe Vorsorge getragen: „Wir haben den Spuckschutz, den der Bauhof für uns gebaut hat, wir haben Mundschutz und Masken und Handschuhe.“ In der Mittagspause haben die Mitarbeiterinnen der Bib alle zurückgegebenen Medien desinfiziert, bevor sie sie wieder in die Regale eingeordnet haben, erzählt die Leiterin.

Der Service der Bib muss sich übrigens zunächst auf die Ausleihe und Rückgabe von Medien beschränken, um die Verweildauer der Kunden möglichst gering zu halten. Daher seien die Nutzung der Internet- oder Arbeitsplätze, der Gaming-Box für Jugendliche oder andere Serviceangebote leider nicht möglich. Das Bib-Team berate auf Wunsch auch. Neuaufnahme von Kunden sei auch möglich.

Warteschlangen vermeiden

Auch wenn die Schließzeit der Bibliothek recht lang war und der Wunsch nach neuer Lektüre groß ist, werden die Kunden gebeten, ihren Besuch auf die Woche zu verteilen, um möglichst keine allzu großen Warteschlangen entstehen zu lassen. www.bib-selm.de

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