Beamte der Bereitschaftspolizei kontrollieren die Impfnachweise von Restaurantgästen während einer Corona-Kontrolle in Hannover. (Symbolbild) © dpa
Corona-Kontrollen in Selm

Corona-Regeln in Restaurants: Wie viele Bußgelder musste die Stadt Selm schon verhängen?

Wer in einer Gaststätte lecker essen gehen möchte, kann das nur tun, wenn er einen Geimpft- oder Genesenen-Nachweis vorlegt. Wer das nicht kann oder macht, muss mit einem Bußgeld rechnen.

Sie waren besonders betroffen. Betroffen von der Coronavirus-Pandemie, betroffen von den damit einhergehenden Lockdowns. Die Rede ist von der Gastronomie. Seit über einem halben Jahr dürfen die Gastronomen wieder öffnen. Um die Sicherheit zu gewährleisten aber mittlerweile nur unter 2G-Bedingungen (geimpft, genesen).

Wer sich nicht an diese Regeln hält, muss mit einem Bußgeld rechnen. Die Gastronomen müssen das kontrollieren. Aber auch die Gäste haben die Teilpflicht, ihren Impf- und Personalausweis auch ohne Aufforderung vorzuzeigen.

Wie funktionieren die Kontrollen in Selm? Und wie viele Bußgelder musste das Ordnungsamt schon verhängen? Das haben wir Selmer Gastronomen und die Stadt Selm gefragt.

„Verhalten sich alle ordentlich“

Probleme mit aufmüpfigen Gästen, die ohne Geimpft-, Genesenen- oder Testnachweis da waren, habe es nur selten gegeben, geht aus den Ergebnissen hervor. „Es waren nur ganz wenige, die nicht geimpft waren. Und die hatten (als es noch ging, Anm. d. Red.) einen Test dabei“, sagt Katerina Kontou, Inhaberin des Hotels Olympia.

Gleiches kann auch Annette Heitmann vom Restaurant Jakobsbrunnen berichten. „Unsere Gäste verhalten sich alle ordentlich. Alle haben Verständnis für die Regeln und loben, dass wir so ordentlich damit umgehen“, sagt sie.

Annette Heitmann vom Jakobsbrunnen, sagt, dass die Kontrollen sein müssen.
Annette Heitmann vom Jakobsbrunnen, sagt, dass die Kontrollen sein müssen. © Archiv © Archiv

Kontrolliert werde direkt an der Tür, sagt Heitmann. Kontrollen vom Ordnungsamt oder gar Rausschmisse von Gästen habe es im Jakobsbrunnen noch nicht gegeben. Dass sie kontrollieren müssen, damit hat die Gastronomin kein Problem. „Das muss sein.“

Noch einen Schritt weiter in den Kontrollen geht die Pizzeria Il Castello. Neben den Nachweis-Kontrollen, die laut Inhaber Ismet Gashi durchgeführt werden, müssen sich die Gäste wie zu Beginn der Pandemie in Kontaktlisten eintragen. Eigentlich ist das für die Gastronomen keine Pflicht mehr. Und: „Wer nicht geimpft oder getestet (als es noch ging, Anm. d. Red.) ist, den lassen wir nicht rein“, so Gashi.

Ein paar Gäste, die moppern, gebe es natürlich immer, meint Astrid Vogt, Inhaberin des Restaurants Zum alten Feld. Aber jemanden, der wegen der Kontrollen wieder nach Hause fuhr, habe sie noch nicht gehabt. Auch das Ordnungsamt habe sie noch nie rufen müssen. „Wir haben sehr vernünftige Gäste“, sagt sie.

Das zeigen auch die Zahlen der Stadt Selm. In den Monaten zwischen Juli und November 2021 habe es nur neun Corona-bedingte Bußgelder gegeben, teilte Stadtsprecher Malte Woesmann auf Anfrage unserer Redaktion mit.

Davon gab es einen Verstoß der Maskenpflicht vom Personal einer Gaststätte, einen Verstoß der Maskenpflicht im Supermarkt, zwei Verstöße von Gaststätten bei der 3G-Kontrolle von Beschäftigten und fünf Verstöße von 3G-Regeln beim Personal.

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Niklas Berkel

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