Coronaschutzverordnung greift nicht in privaten Wohnanlagen wie in Bork

rnNRW-Ministerium

Der Schutz von Menschen in Seniorenwohnanlagen wie in Bork (Weiherstraße) bleibt in der Coronakrise ein schwieriges Thema. Das zeigt eine Stellungnahme des NRW-Gesundheitsministeriums.

Selm

, 28.04.2020, 12:33 Uhr / Lesedauer: 1 min

Aus Angst vor dem Coronavirus verlassen Theo Krabus (91) und seine Frau Frieda (94) seit Wochen die Wohnanlage nicht mehr. Selbst den Einkauf von Lebensmitteln haben sie vergeben.

Um die Frage des Mundschutzes beim Pflegepersonal zu klären, hat Theo Krabus per Mail eine Anfrage an das NRW-Gesundheitsministerium geschickt. Nachdem das Ministerium mehrere Tage auch auf eine Anfrage dieser Redaktion nicht geantwortet hat, bezog es jetzt Stellung.

Stimmt es, dass Pflegedienste bislang nicht dazu verpflichtet sind, einen Mundschutz zu tragen, lautete eine unserer Fragen. Dazu teilt das Ministerium jetzt schriftlich mit: „Das Tragen von MNS (Mund-Nase-Schutz) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) empfohlen. Eine gesetzliche Verpflichtung gibt es nicht.“

Ministerium: Keine Besuchsverbote in privaten Wohnanlagen

Bei der Ausstattung ihrer Mitarbeiter sieht das Land die Pflegedienste in der Pflicht. „Grundsätzlich müssen sie für ihre Schutzausstattung selbst sorgen. In der aktuellen Notsituation hat sich das Ministerium zur Unterstützung entschlossen und in großem Umfang Schutzausstattung bestellt.

Die Sprecherin weist aber darauf hin, dass die Coronaschutzverordnung in privaten Wohnanlagen nicht greift. Sie enthalte keine Besuchsverbote im privaten Raum. „Selbstverständlich sollten solche Besuche jedoch möglichst nicht erfolgen.“

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