Mord am Hellweg findet nicht statt - den „Selm Krimi“ gibt es später

Coronavirus

Die Veranstaltungsreihe „Mord am Hellweg“ hätte dieses Jahr ihr 10-jähriges Jubiläum gefeiert. Und auch die Stadt Selm sollte dabei einen besonderen Auftritt bekommen. Dann kam Corona.

Selm

, 26.04.2020, 14:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Autorin I.L. Callis(Mitte) recherchierte in Selm zusammen mit Margit Breiderhoff (r.) und Sine Ziegler vom Festivalteam. Die Pressekonferenz dazu fand im November 2019 statt.

Autorin I.L. Callis(Mitte) recherchierte in Selm zusammen mit Margit Breiderhoff (r.) und Sine Ziegler vom Festivalteam. Die Pressekonferenz dazu fand im November 2019 statt. © Antje Pflips (Archiv)

Eigentlich sollte es die große Jubiläumsausgabe von „Mord am Hellweg“ werden. Und eigentlich wäre auch Selm dabei groß rausgekommen. Denn die Autorin I.L. Callis hatte sich bereits für ihren „Selm Krimi“ in der Stadt umgeschaut, um zu überlegen, wo in Selm wohl am besten ein Mord geschehen könnte.

Eigentlich. Und dann kam Corona. Der Kreis Unna, der das Festival mit gestaltet und fördert, kündigte am Donnerstag an, dass „Mord am Hellweg“ pandemiebedingt eine Zwangspause einlege und um ein Jahr verschoben wird. Es soll nun vom zwischen dem 18. September und 13. November 2021 nachgeholt werden.

Keine leichte Entscheidung

Die Entscheidung habe sich die Festivalleitung - der Kulturbereich der Kreisstadt Unna und das Westfälische Literaturbüro in Unna e. V. - nicht leicht gemacht, heißt es in der Pressemitteilung dazu. „Durch eine Verschiebung hoffen die Organisatoren größeren Schaden vom Festival abzuwenden, der durch eine kurzfristige Komplettabsage oder ein stark eingeschränktes Programm entstehen würde“, heißt es dort.

„Betroffen von dieser Entscheidung ist damit auch die Stadt Selm“, teilt Bibliotheksleiterin Margit Breiderhoff mit. Die geplanten Programme im Bürgerhaus und der Synagoge - gemeint sind zwei so genannte Eventlesungen -sollen nun ebenfalls im Herbst 2021 angeboten werden.

Jussi Adler-Olsen und Simon Beckett kommen trotzdem

Für die Leiter des Festivals heißt es nun, die Termin um genau ein Jahr nach hinten zu verschieben und somit auch begehrte Autoren noch einmal für das Festival zu gewinnen. „Autoren wie Jussi Adler-Olsen, Simon Beckett oder Arne Dahl haben bereits Verständnis gezeigt und für Lesungen im Herbst 2021 zugesagt“, heißt es in der Pressemitteilung des Kreises.

Wer sich bereits auf das Festival gefreut und im Voraus Karten gekauft hat, muss sich allerdings keine Sorgen machen: Bereits gekaufte Karten, beziehungsweise bestätigte Buchungen behalten ihre Gültigkeit, wenn die jeweilige Veranstaltung auf nächstes Jahr verlegt werden kann, teilt der Kreis dazu mit.

Selm war zuletzt 2010 der Schauplatz für einen „Mord am Hellweg“-Krimi. Das Festival findet alle zwei Jahre statt und hätte in diesem Jahr sein 10-jähriges Jubiläum gefeiert. Insgesamt gibt es schon 220 Mordgeschichten mit 513 Todesfällen.

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