Das ist die Bilanz zum Selmer Weihnachtsmarkt 2016

Nachgefragt beim Stadtsprecher

Der Selmer Weihnachtsmarkt ist erstmals an drei statt an zwei Tagen geöffnet gewesen. Wir ziehen mit Stadtssprecher Malte Woesmann eine Bilanz und blicken auf 2017: Werden die Buden dann sogar vier Tage lang im Stadtkern stehen?

SELM

, 29.11.2016, 15:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schon zur Eröffnung kamen viele Menschen zum Selmer Weihnachtsmarkt 2016.

Schon zur Eröffnung kamen viele Menschen zum Selmer Weihnachtsmarkt 2016.

Hat sich das Konzept, den Weihnachtsmarkt an drei Tagen laufen zu lassen, bewährt? „Ja, das haben viele Aussteller gesagt“, erklärt Malte Woesmann, Pressesprecher der Stadt, auf Anfrage. Auch der Freitagabend sei gut gelaufen. 2017 werde der Markt wieder drei Tage oder sogar noch länger laufen. Nämlich vielleicht schon ab Donnerstag. „Das muss aber noch alles besprochen werden. Wir werden aber auf jeden Fall an den Öffnungszeiten arbeiten. Samstag ab 13 Uhr und Sonntag ab 11 Uhr ist zu früh. Eventuell werden wir an den beiden Tagen zwei Stunden später öffnen.“

 

Trügt der Eindruck oder hatte der Weihnachtsmarkt 2016 die Besucherzahlen der Vorjahre? Woesmann: „Er hatte sogar mehr Besucher als in den Vorjahren.“

 

Haben sich die Besucher durch das neue Konzept mit Einbeziehung der Ludgeristraße mehr verteilt? „Ja, sie haben sich besser verteilt. An der Friedenskirche war es dadurch nicht so voll, dafür aber rund ums Gesundheitshaus“, lautet die Antwort des Stadtsprechers.

Hat die Stadt die Lücken zum Beispiel auf der Ludgeristraße und der Breiten Straße durch die veränderte Verteilung bewusst in Kauf genommen oder hatte die Stadt Probleme, Aussteller zu finden? „Das kann ich so nicht sagen. Wir hatten aber keine Probleme, Aussteller zu finden“, erklärt Woesmann. „Wir mussten das Sicherheitskonzept beachten, sodass wir nicht noch mehr Stände aufgestellt haben, um Rettungswege freizuhalten.“

 

Soll es im nächsten Jahr mehr Aussteller geben, um den Markt dichter zu besetzen? „Das hängt von den Anmeldungen ab.“ 90 Prozent der Aussteller hätten signalisiert, dass sie wieder mitmachen wollen. Woesmann weiter: „Wir sind aber für jeden anderen Aussteller offen.“

 

Wird die Stadt die Lautstärke der Übertragung des musikalischen Rahmenprogramms aus der Friedenskirche nach draußen im nächsten Jahr reduzieren? „Dem einen war es teilweise zu laut, dem anderen teilweise zu leise.“ Das habe er erfahren. „Wir denken aber darüber nach, die Beschallung auszuweiten.“

 

Wird es im kommenden Jahr wieder Pappbecher geben oder setzt die Stadt an allen Ständen auf Keramikbecher? Dafür sei jeder Aussteller selbst verantwortlich. Einige Stände hatten am Samstagabend keine Tassen mehr und sind kurzfristig auf Pappbecher umgestiegen. „Von der Stadt gibt es keine Vorgaben. Wir überlegen aber, den Ausstellern im kommenden Jahr einheitliche Tassen anzubieten“, so der Stadtsprecher.

Wie wird der Weihnachtsmarkt, der früher Adventsmarkt hieß, im nächsten Jahr heißen. Wieder Adventsmarkt? Antwort Woesmann: „Bürgermeister Mario Löhr hat es auf dem Weihnachtsmarkt ja schon gesagt, dass er wohl wieder Adventsmarkt heißen wird. Es könnte aber auch sein, dass er einen komplett neuen Namen bekommt.“

 

Wie viel Geld hat die Stadt in diesem Jahr in die Hand genommen, um den Weihnachtsmarkt zu organisieren? „Alles ist über Sponsoring hereingekommen. Den Haushalt belastet der Markt nicht. Eine genaue Zahl kann ich nicht sagen, weil noch nicht alle Abrechnungen da sind.“

 

War das mehr Geld, als in den Vorjahren, als die Werbegemeinschaft den Weihnachtsmarkt organisierte? Woesmann dazu: „Das weiß ich nicht, weil ich nicht sagen kann, wie viel die Werbegemeinschaft immer ausgegeben hat.“ (Anm.d. Red: Die Werbegemeinschaft konnte auf Nachfrage bei Pressesprecher Manfred Breyer keine Summe nennen.)

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