Das plant die Stadt mit Partnern am Beifanger Bahnhof

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Das ist eine gute Nachricht: In die alte Radstation am Bahnhof Beifang wird wieder eine Radstation einziehen. Jedenfalls ist das Vorhaben politisch auf einem guten Weg.

Selm

, 24.09.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaftsförderung hat in seiner Sitzung am Donnerstag, 19. September, einstimmig dafür gestimmt, eine Radstation mit Fahrradparkanlage am Bahnhof Beifang zu errichten. Nun müssen nur noch der Haupt- und Finanzausschuss am 1. Oktober sowie abschließend der Rat am 10. Oktober abstimmen.

Die DasDies Service GmbH, ein Unternehmen der AWO, beabsichtigt die Einrichtung beziehungsweise die Wiederaufnahme des Betriebs einer Radstation am Bahnhof Selm-Beifang. Konkret: Es geht um eine Radstation mit Werkstatt und Service im bestehenden Gebäude auf einer Fläche von circa 80 Quadratmetern.

20.000 Euro städtischer Betriebskostenzuschuss

Das Betreiberkonzept der DasDies Service GmbH geht von einem jährlichen Betriebskostenzuschuss beziehungsweise einer Defizitabdeckung in Höhe von insgesamt 40.000 Euro aus. Der Kreis Unna wird davon die Hälfte übernehmen. Die übrigen 20.000 Euro sollen von der Stadt Selm übernommen werden.

Darüber hinaus ist vorgesehen, eine Fahrradparkanlage mit einer Kapazität von 100 Stellplätzen zu errichten. Für diese Fahrradparkanlage gibt es über die Förderrichtlinien Nahmobilität (FöRi-Nah) einen entsprechenden Förderzugang, wobei hier die Kommune Zuwendungsempfänger ist.

Um noch die Möglichkeit einer Förderung für 2020 zu erhalten, habe die Verwaltung in Abstimmung mit der Bezirksregierung einen Förderantrag für die Fahrradparkanlage auf Basis kalkulierter Baukosten in Höhe von 130.000 Euro gestellt. Der städtische Eigenanteil läge bei 26.000 Euro.

Das plant die Stadt mit Partnern am Beifanger Bahnhof

Die Fläche vor dem gebäude gehört der Stadt, könnte für Außengastronomie genutzt werden, sagt Bürgermeister Mario Löhr. © Arndt Brede

Nach Auskunft von Bürgermeister Mario Löhr besteht die Absicht, auch noch ein Café eventuell mit Außengastronomie an der Radstation zu etablieren. „Da müssen noch vertragliche Inhalte geklärt werden.“ Dazu zähle ein eventueller Mietzuschuss, den die Stadt zu zahlen hätte. „Wir sind bemüht, diese Kosten so gering wie möglich zu halten.“ Die Fläche vor der Radstation könnte gehört laut Bürgermeister durch die Außengastronomie genutzt werden. Die Fläche gehöre der Stadt Selm. Das Gebäude selbst nicht.

Weitere Verbesserungen für Radfahrer geplant

Dass die Radstation und die Fahrradabstellanlage nur zwei der Bausteine sind, um mehr für Fahrradfahrer zu tun, daran ließ Bürgermeister Mario Löhr keinen Zweifel. Im Jahr 2020 werde es weitere Maßnahmen geben, für die auch Mittel im Nachtragshaushalt bereit gestellt werden. Eine Fahrradstraße auf dem Sandforter Weg gehöre dazu. Aber die Verantwortlichen bei der Stadt schauen sich laut Löhr ganz genau auch Wohngebiete an. Um in Wohngebieten, etwa zwischen Sandforter Weg und Olfener Straße oder Sandforter Weg und Beifanger Weg den Fußgängern und Radfahrern gegenüber den Autofahrern mehr Rechte einzuräumen.

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