Das sind die Bausteine für die neue Selmer Mitte

Bau ab 2017

2017 geht es rund in der Selmer Mitte, wo sich ab Frühsommer 2018 Fußgänger und Skater, Jugendliche und Senioren, Naturfreunde und Vereinssportler treffen sollen, werden die Bagger rollen. Wir stellen drei große Bausteine innerhalb des 26-Millionen-Euro-Mammutprojekts „Aktive Mitte“ vor.

SELM

, 16.11.2016 / Lesedauer: 3 min
Das sind die Bausteine für die neue Selmer Mitte

So soll es 2018 aussehen: Der Blick fällt über den neuen Skaterplatz auf das Jugendzentrum Sunshine. Links ist der Sandforter Weg zu sehen mit der Zufahrt zum Fitnessstudio“. Das Gebäude rechts am Bildrand ist das neue Umkleidegebäude

Umgestaltung des Jugendzentrums Sunshine

Das 30 Jahre alte Jugendzentrum Sunshine am Sandforter Weg wird für zwei Millionen Euro umgestaltet. Ursprünglich hatten die Planer Abriss und Neubau vorgeschlagen, weil das in die Jahre gekommene Gebäude mit einigen Metern in die künftige Flaniermeile parallel zum Selmer Bach reicht.

Damit konnten sie sich bei den Politikern aber nicht durchsetzen. Die hatten im Frühjahr auf die an sich noch gute Bausubstanz verwiesen. Jetzt wird umgebaut – zum selben Preis. Laut Thomas Wirth von der Stadtverwaltung liege inzwischen ein positiver Förderbescheid für die Gesamtmaßnahme vor.

80 Prozent der Kosten schießt das Land zu. Neben energetischen Verbesserungen – etwa eine neue Heizung –  soll es auch um einen barrierefreien Zugang gehen für Besucher mit Handicap. „Wir werden wohl im November einen Architekten verpflichten“, so Wirth.

Neubau eines Umkleidegebäudes

Schlank (15 Meter breit), mäßig hoch (3,50 Meter) und lang gezogen (60 Meter): So wird sich das neue Umkleidegebäude hinter dem Sunshine präsentieren. Laut Alexander Pick vom Lüner Planungsbüro Quadrat werde das Gebäude „die lineare Struktur des Campus weiterführen“.

Charakteristische Merkmale: dunkelgrauer Klinker, eine Sichtbetonwand, bodentiefe Fenster, ein Stahlgeländer, das auf die Dachterrasse führt und ein in den Raum reichendes Vordach, ein sogenanntes Kragdach. Darunter können Sportfans Platz nehmen und vor Wind und Wetter geschützt auf das das Spielfeld blicken.

Sechs unterschiedliche Umkleidebereiche befinden sich im Gebäude – inklusive Duschen und fast aller Toiletten. Hier beginnt der Ärger. Denn das Behinderten-WC sollte ursprünglich nur von außen erreichbar sein. Eine Außentoilette für Menschen mit Behinderung sei „ein klares No Go“, sagte Politiker Dr. Hubert Seier. Planer Pick sagte eine Veränderung nach Bauantrag zu.

Errichtung einer Skateranlage

Was die Skater bekommen, hat sich kein Stadtplaner ausgedacht, sondern haben die Jugendlichen und jungen Erwachsenen selbst bestimmt: verschiedene Rampen und einen großen Pool, in dem sie auf- und absausen können.

„Die Skateranlage wird eine herausgehobene Stellung haben in dem Gesamtkonzept“, so Rolf Suhre von der Ingenieurgesellschaft nts in Münster.

Von der künftig angehobenen Terrassenanlage des Sunshine, aber auch von den anderen Seiten, ließen sich die Freizeitsportler künftig gut beobachten. „Wir wünschen uns keine Abgrenzungen, sondern offenen Zugang von allen Seiten“, so Suhre.

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