Das tut sich derzeit am Selmer Flüchtlingscamp

Am Sonntag eröffnet

Die ersten Flüchtlinge sind in der Notunterkunft an der Polizei-Akademie LAFP angekommen. Nach dem Aufbau der Zeltstadt folgen die nächsten Herausforderungen: Wie die Polizei vor Ort und Flüchtlingshelfer die nächsten Schritte angehen wollen und wo noch Hilfe nötig ist, haben wir hier zusammengestellt.

Selm

, 01.09.2015, 20:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das tut sich derzeit am Selmer Flüchtlingscamp

Die ersten Flüchtlinge sind am Sonntag in Bork angekommen.

Nach der ersten Nacht in Selm

Spaziergänge unternahmen am Montag schon viele der Menschen nach ihrer ersten Nacht in der Zeltstadt. Entlang der Waltroper Straße zum Beispiel in Richtung Ortszentrum: Die Menschen machten sich mit der näheren Umgebung vertraut, gingen durchs Dorf, einige sogar bis nach Selm.

Während die Menschen aus aller Welt in der Zeltstadt angekommen sind und dort auf Weitervermittlung warten, tut sich am Rande weiterhin eine Menge.

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Zusätzliches Polizeipersonal

Die Polizei arbeitet zurzeit an einem Plan, wie sie auf Dauer die zusätzlichen Streifenwagen-Schichten für Bork besetzen kann. Aus dem eigenen Personalstamm wird das schwierig. Am Montag ließ die Gewerkschaft der Polizei aber eine mögliche Lösung verlauten: Laut Pressemitteilung habe der Landesvorsitzende Adi Plickert „eine Optimierung der internen Personalsituation für die versprochene polizeiliche Präsenz in Selm-Bork erreichen können“, hieß es.

Es soll demnach eine zeitweise Unterstützung aus der Nachbarschaft geben. Landrat Michael Makiolla, der auch Leiter der Polizei im Kreis Unna ist, soll bei einem Termin in Bork angekündigt haben, dass Polizeikräfte aus den Polizeipräsidien Dortmund und Recklinghausen zeitnah zur Unterstützung dazu kämen.

Helfer brauchen Umzugskartons

Die Spendenbereitschaft in Selm und Bork ist ungebrochen. Darauf lassen Kommentare in der Facebook-Gruppe „Schicksalshelfer“ schließen, darauf verwies am Montag auch die selbst stark engagierte Jeannine Tembaak. Im ehemaligen Hotel Knipping seien die Regale voll.

Nun stehe Sortier- und Transport-Arbeit an. Darum suchen die Helfer Umzugskartons. Die Redaktion stellte am Montag schon einmal 20 zur Verfügung. Wer Kartons hat, möge sie einfach am Mittwoch oder Donnerstag zwischen 15 und 18 Uhr ins Haus Knipping, Ludgeristraße 32, bringen. Dort hat dann wieder die Annahmestelle für Sachspenden geöffnet.

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