Defibrillator mitten in Cappenberg soll rund um die Uhr zugänglich sein

rnHilfe im Notfall

Kleiner Kasten, große Wirkung: Die Feuerwehr in Cappenberg verfügt jetzt über einen Defibrillator. Er soll rund um die Uhr den Bürgern zur Verfügung stehen. Die große Frage lautet „Wie“?

Cappenberg

, 24.12.2019, 08:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Thorsten Hoppe von der Cappenberger Feuerwehr ist begeistert: Der Rotary-Club Lünen-Werne hat „ganz unkompliziert“ die Wehr bei der Anschaffung eines Defibrillators unterstützt. Jetzt geht es darum, das Gerät den Bürgern möglichst rund um die Uhr zur Verfügung zu stellen. Hier kommt Andreas Kurze „ins Spiel“.

Kurze betreibt seit wenigen Monaten den Dorfladen in Cappenberg - und ist zudem Mitglied der Feuerwehr. Deshalb ist der Plan, dass der Defibrillator seinen Platz im einzigen Cappenberger Lebensmittelgeschäft an der Rosenstraße findet.

Cappenberger Dorfladen ist an sieben Tagen in der Woche geöffnet

Während der Öffnungszeiten des Geschäftes (montags bis freitags von 7 bis 19 Uhr, samstags von 7 bis 13 Uhr, sommertags bis 15 Uhr, sonntags von 8 bis 11 Uhr, sommertags bis 13 Uhr) kann jeder Bürger problemlos an das Gerät kommen.

„Die Nutzung erklärt sich von selbst“, sagt Thorsten Hoppe. Dabei unterscheidet das Gerät sogar auf Knopfdruck, ob Erwachsene oder Jugendliche das Gerät nutzen. Gleichwohl sind Mitglieder der Feuerwehr speziell geschult. Ergänzend dazu gibt es im Januar eine Einweisung durch den Hersteller.

Die hilft natürlich nicht in der Frage, wie die Cappenberger außerhalb der Geschäftszeiten des Dorfladens an das Gerät kommen. Jürgen Drees von der Feuerwehr Cappenberg räumt bei der Vorstellung des neuen Defibrillators ein, dass noch letzte Details zu klären sind.

Im Standesamt gibt es bereits einen Defibrillator

Auf jeden Fall soll eine Lösung gefunden werden, die das Gerät rund um die Uhr nutzbar macht. Im Gegensatz zum bereits existierenden zweiten Defibrillator in Cappenberg. Seit Anfang 2018 gibt es im Standesamt auf Schloss Cappenberg einen automatisierten externen Defibrillator (AED).

Allerdings ist das Standesamt nur zugänglich durch alle Schlüsselträger - und bei Trauungen. „Wir hoffen natürlich, dass wir ihn nicht benutzen müssen“, sagte bei der Vorstellung Standesbeamtin Christel Melis. „Aber wenn wir nur ein Leben retten können, hat sich das Projekt schon gelohnt.“

Mobile Retter absolvieren jedes Jahr eine Schulung

Ein Ansatz, der natürlich auch für den zweiten Cappenberger Defibrillator gilt. Weil es jedoch immer wieder Notfälle gibt, gibt es bei der Cappenberger Wehr zwölf mobile Retter. „Sie absolvieren jedes Jahr eine Schulung sagt Thorsten Hoppe.

Er sieht die Wehr in Cappenberg aktuell recht gut aufgestellt. „Wir haben 39 aktive Mitglieder.“ Christian Drees relativiert die Zahl in der Form etwas, dass tagsüber aus beruflichen Gründen natürlich längst nicht alle vor Ort sind. „Deshalb rücken wir in Notfällen immer mit zwei Zügen aus.“

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