Die Kartoffelernte zum Selberernten in Selm rückt näher

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Was am 16. April dieses Jahres gesät wurde, wird jetzt geerntet. Kartoffeln zum Selberernten haben in Selm Premiere. Das Erntedatum steht fest.

Selm

, 23.08.2020, 12:21 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das 1,5 Hektar große Feld westlich der Kreisstraße zwischen dem Kreisverkehr Alte Zechenbahn und dem Kreisel Zeche-Hermann-Wall hat sich sehr verändert seit jenem 16. April, als Mitarbeiter des Hofes Pröbsting in Capelle mit der Saat von zwei Kartoffelsorten den Start eines interessanten und für Selm neuen Projekts markierten: Kartoffeln zum Selberernten. Den Vorteil für die Kunden beschrieb Sophia Pröbsting, auf dem Hof Pröbsting für das Kartoffelfeld und das Projekt zuständig, am Anfang so: Man könne den Kartoffelvorrat für das ganze Jahr ernten. Man wisse, wo die Kartoffeln herkommen. Es gebe geringe Transportwege. Man unterstütze regionale Landwirte.

Dafür konnten sich Interessierte beim Hof Pröbsting anmelden. „Bis zum jetzigen Zeitpunkt haben um die 70 Personen Kartoffeln vorbestellt“, berichtet die Masterstudentin der Agrarwissenschaften. Und fügt lächelnd hinzu: „Es sind jedoch noch viele Meter für spontan Entschlossene vorhanden, einfach vorbeischauen, keine Anmeldung nötig.“

Erntetermine: 29. August und 5. September

Einfach vorbeischauen? Ja, aber geordnet. Nämlich unter Aufsicht von Pröbsting-Mitarbeitern. Die Erntetermine stehen jetzt fest: Samstag, 29. August, und Samstag, 5. September, jeweils von 9 bis 16 Uhr an der Kreisstraße 107 in Selm.

Ende August und Anfang September wird hier geerntet.

Ende August und Anfang September wird hier geerntet. © Sophia Pröbsting

Wie liegen denn die Preise für die Sorten Belana (festkochend) und Marabel (vorwiegend festkochend)? Die Preise für ein bis fünf Meter liegen bei 4 Euro pro Meter. Ab 5 Metern zahle man 3,50Euro/Meter.

Und wie läuft das, wenn man seine Fläche, für die man sich entschieden hat, abernten möchte. Auch dafür hat die 25-Jährige eine Anleitung: „Man muss nicht komplett selber buddeln. Wir fahren mit einer Maschine, einer Vorstufe zum Kartoffelroder, die Dämme entlang und die Kartoffeln werden damit aus der Erde geholt und liegen dann auf den Dämmen. Man kann sie einfach so runter sammeln.“

Es geht aber auch noch bequemer:„An beiden Verkaufstagen werden auch Kartoffeln beider Sorten in Säcken zu kaufen sein: „Wir bieten 5-Kilo- und 12,5-Kilo-Säcke an.“

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Wie die Erntetage ablaufen, skizziert Sophia Pröbsting so:

„An einem unserer beiden Verkaufstage mit festem Schuhwerk zum Kartoffelfeld kommen. Mund- und Nasenbedeckung nicht vergessen. Behältnis für die gesammelten Kartoffeln selber mitbringen oder Kartoffelsäcke am Feld erhalten. So viele Meter Kartoffeln sammeln, wie man möchte. Abgerechnet wird nach Metern gesammelte Kartoffeln vor Ort. Und schon ist der Kartoffelvorrat für die kommenden Wochen gesichert.“

Wer mehr wissen möchte: Kontakt: Hof Pröbsting, Werner Straße 11 in Nordkirchen-Capelle; Tel. (02596) 3399; Mail: info@proebsting-agrar.de. www.hofproebsting.de

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