Dieser Mann leitet das Flüchtlingscamp in Selm-Bork

Ozan Kubat aus Dortmund

Er ist 27 Jahre alt, kommt aus Dortmund - und leitet die auf 1000 Personen ausgelegte Flüchtlings-Notunterkunft in Selm-Bork: Ozan Kubat. Welche Vorerfahrung er hat und welches Profil er der Einrichtung auf dem Gelände der Polizei-Akademie geben will, die am Montag eröffnet wird, erfahren Sie hier.

SELM

, 28.08.2015, 13:23 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dieser Mann leitet das Flüchtlingscamp in Selm-Bork

Ozan Kubat (27) aus Dortmund ist der neue Einrichtungsleiter der Notunterkunft in Bork. Er arbeitet hauptamtlich beim Deutschen Roten Kreuz und bringt Erfahrung aus Dortmund mit: Dort arbeitete er in der Leitung zweier Notunterkünfte mit zusammen 500 Asylsuchenden.

In Selm ist er ein unbekanntes Gesicht: Ozan Kubat, 27 Jahre alter Dortmunder – der neue Leiter der Einrichtung, in der 100 Mitarbeiter beschäftigt sein werden und die bei Vollauslastung bis zu 1000 Asylsuchenden ein Obdach bieten soll.

Er bringt schon Erfahrung mit: Ozan Kubat arbeitete zuvor als Angestellter der Stadt Dortmund im Leitungsteam zweier Einrichtungen, die zusammen 500 Flüchtlingen Obdach bot. „Ich freue mich auf diese Arbeit, habe aber großen Respekt davor, muss ich ehrlich sagen. Ich kenne bisher die Arbeit in einer Turnhalle und einer Schule, aber bisher noch keine Zeltstadt“, sagte Kubat.

„Wir legen viel Wert auf Privatsphäre, darauf haben die Flüchtlinge ein Recht“, sagte der 27-Jährige. „Wir selbst wollen ja auch nicht, dass wir zu Hause beim An- und Ausziehen beobachtet werden.“

Leiter will Ankömmlinge "fördern und fordern"

Vom Runden Tisch, an dem sich die Selmer Stadtverwaltung, die Asylkreise, die Polizei und das Deutsche Rote Kreuz austauschen, wurde er mit offenen Armen empfangen. Er habe über Selm in den Vorgesprächen bis dato nur Gutes gehört, was die Zusammenarbeit der Beteiligten angeht.

Er selbst gebe als Leiter „dem Haus ein Gesicht und ein Profil“, sagte er. „Und mein Profil ist, die Menschen willkommen zu heißen, zu fördern, aber auch zu fordern. Da kommen Menschen mit viel Know-How, die viel mitbringen und uns auch unterstützen können in Deutschland. Das müssen und möchten wir zulassen.“

Kubat spricht fünf Sprachen

Die Stadt lässt für die Eröffnung ein großes Banner produzieren, auf dem „Willkommen in Selm“ steht – in fünf Sprachen. Kubat begutachtete eine Skizze des Banners – er selbst hat türkische und kurdische Wurzeln, sei aber in Deutschland geboren und spreche selbst Kurdisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch.

Auf die Nachfrage nach einem übers Banner hinausgehenden Willkommensfest bat Kubat um Aufschub: „Lassen Sie uns erst einmal in Ruhe anfangen.“ In etwa zwei Wochen feiert das LAFP sein Jahresfest, zu dem auch Innenminister Jäger erwartet wird. Danach könne man darüber nachdenken.

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