Empfindliche Strafe für Selmer (31), der ohne zu zahlen sein Auto volltankte

rnGerichtsprozess

Ein Selmer (31) hat an einer Tankstelle seinen Benzintank aufgefüllt, ohne zu zahlen. Das Problem: Sein Konto war offenbar so leer wie sein Tank. Das wird für ihn jetzt richtig teuer.

von Sylvia Mönnig

Selm

, 16.01.2020, 05:15 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Herbst 2018 gönnte sich ein 31-jähriger Selmer in Norddeutschland offenbar eine Tankfüllung, die er sich gar nicht leisten konnte. Nun sollte er sich wegen Betrugs vor dem Amtsgericht Lünen verantworten. Dort fehlte jedoch jede Spur von ihm.

Sprit für rund 75 Euro, so der Vorwurf, füllte der Mann aus Selm im Oktober 2018 an einer Tankstelle im norddeutschen Stade in seinen Tank und musste dann allerdings passen, als es um das Bezahlen des Benzins ging. Bargeld besaß er augenscheinlich nicht und auf seinem Konto herrschte offenbar ebenfalls Ebbe. Vielmehr beglich er die Rechnung wohl bis heute nicht.

Angeklagter erschien nicht zur Verhandlung

Nach einer Strafanzeige des betroffenen Betreibers der Tankstelle hätte der 31-Jährige, der strafrechtlich in der Vergangenheit bereits in Erscheinung trat, im Lüner Amtsgericht auf der Anklagebank sitzen sollen. Sein Platz dort blieb leer – und er fehlte unentschuldigt.

Der Strafrichter reagierte prompt und verurteilte den jungen Mann aus Selm in Abwesenheit auf Antrag der Staatsanwaltschaft per Strafbefehl zu 1000 Euro Geldstrafe. Sollte der 31-Jährige mit dieser Entscheidung nicht einverstanden sein, könnte er Einspruch einlegen. In dem Fall würde seine Sache doch noch verhandelt – vorausgesetzt, dass er dann den Weg in den Gerichtssaal auch findet. sam

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