Erster Tag mit Maske: Von gut vorbereitet bis Kunden nach Hause geschickt

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Beim Einkaufen ist der Mundschutz jetzt Pflicht. Die meisten Selmer sind darauf gut vorbereitet, sagen die Händler. Einige Kunden mussten aber auch unverrichteter Dinge wieder umdrehen.

Selm

, 27.04.2020, 17:22 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit Montag (27. April) gilt die Maskenpflicht beim Einkaufen und im Öffentlichen Nahverkehr. Die Selmer halten sich bislang gut daran. Die meisten Kunden sind vorbereitet, haben Einzelhändler die Erfahrung gemacht. Selbst auf der Straße sind nun vermehrt Passanten Mundschutz zu sehen - zu Fuß und auf dem Fahrrad.

Masken, Handschuhe und Desinfektionsmittel stehen auch bei Gabriele Redemann bei Pega-Moden an der Kreisstraße bereit. Der Montagvormittag verläuft in ihrem Geschäft allerdings „sehr ruhig“, sagt sie. In der vergangenen Woche, in der ihr Geschäft erstmals wieder öffnen durfte, seien mehr Kunden in den Laden gekommen. „Es hat wirklich wieder Spaß gemacht“, erzählt Gabriele Redemann.

„Möglich, dass es abschreckt“

Am Montag dagegen waren die Kunden zurückhaltend. Ob das an der Pflicht liegt, nun eine Maske im Laden zu tragen? „Möglich, dass es erst einmal abschreckt“, sagt Redemann. Die Kunden, die kommen, sind aber vorbereitet und tragen einen Mund-Nase-Schutz.

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Anders war das am Montagmorgen bei Edeka Humpert im Dorf. Vier Kunden hatten keine Maske dabei, sagt Martin Humpert im Gespräch mit der Redaktion. Die habe er auf die neue Pflicht hinweisen und wieder nach Hause schicken müssen, sagt der Inhaber. „Ansonsten läuft alles reibungslos“, berichtet er. Das habe er nicht erwartet. Es sei bislang auch nicht weniger los als zuvor.

„Gleichbleibend ruhig“ beschreibt Nicole Reuter, Sprecherin der Werbegemeinschaft Selm, die Lage in der Altstadt. Damit seien die Kaufleute auch zufrieden. Es solle ja keine Anstürme geben, um das Ansteckungsrisiko klein zu halten. Ihre Kunden erlebt Reuter gut vorbereitet. „Es ist noch keiner ohne Maske gekommen. Hier im Dorf sind die Leute sehr vorbildlich“, so Reuter.

Doppelt neu ist die Situation im Kaufhaus Berken, das am Montag zum ersten Mal seit der Verschärfung der Corona-Krise wieder geöffnet hat - zumindest in der unteren Etage mit der Oberbekleidung. Denn die Genehmigung zum Öffnen haben in NRW nur Geschäfte bis zu einer Größe von 800 Quadratmetern. In der vergangenen Woche war auch die Verkleinerung größerer Ladenflächen verboten, bis die Landesregierung diese Vorschrift geändert hat.

Halbes Kaufhauf wieder geöffnet

Nun sind also weniger als die Hälfte seines Selmer Kaufhauses wieder geöffnet -wie gut das Angebot angenommen wird, kann Inhaber Hans-Georg Schirmeisen noch nicht abschätzen. Wie viel Umsatz gemessen am früher komplett geöffneten Kaufhaus nun entsteht, werden die kommenden Tage zeigen.

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Auf die Maskenpflicht ist aber auch Berken vorbereitet. Es gebe waschbare Masken für 3 Euro zu kaufen, so Schirmeisen. Davon nähmen einige Kunden gleich mehrere mit. Einmal-Masken gibt es für den Einkauf bei Berken für einen Euro.

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