Fazit der Stadt: Spielplätze in Selm sind sicher

Große Kontrollaktion

Einmal im Jahr werden die Spielplätze in Selm, Bork und Cappenberg intensiv kontrolliert. Das aktuelle Fazit: Die Spielplätze der Stadt sind gut in Schuss - zumindest, was mögliche Gefahren angeht. Über die Optik aber lässt sich streiten. Ein Spielplatz fällt dabei besonders negativ auf.

SELM

, 16.01.2016, 05:18 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie in dieser Woche bereits berichtet, stößt der Spielplatz an der Ludgerikirche vermehrt auf Kritik bei den Anwohnern. "Der Spielplatz ist eine Katastrophe", sagte etwa Claudia Viher in dieser Woche im Gespräch mit unserer Redaktion. 

Auch im sozialen Netzwerk Facebook heißt es: "Der Spielplatz an der Ludgerikirche könnte komplett abgerissen werden." Oder: "Die Jugendlichen, die nur auf den Geräten abhängen und rauchen, haben dort nichts zu suchen." 

Regelmäßig Vandalismus

Die Stadtwerke bestätigen die Beobachtungen, regelmäßig melde das Ordnungsamt Vandalismusschäden wie angesprühte und zerstörte Spielgeräte, sagte Mitarbeiterin Anna Leenders in dieser Woche auf Anfrage unserer Redaktion. Die Drehscheibe haben die Stadtwerke mittlerweile komplett abgebaut, nachdem Claudia Viher auf die für Kinder gefährlichen Kanten an dem Unterbau der Drehscheibe aufmerksam gemacht hatte.

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Der Eindruck, der durch den schlechten Zustand des Spielplatzes an der Ludgerikirche für alle Selmer Spielplätze entsteht, täuscht aber: Im Gespräch mit unserer Redaktion erklärte Spielplatz-Kontrolleur Jens Schultz nach der nun abgeschlossenen Hauptuntersuchung: "Im Allgemeinen sind die Spielplätze sowohl in Selm als auch in Bork und Cappenberg gut in Schuss - zumindest, was Gefahrenstellen angeht." Über die Optik lasse sich natürlich streiten. Das liege aber auch daran, dass die Anlagen zum Teil schon 30 Jahre alt seien.

Auf diesen drei interaktiven Karten haben wir alle Spielplätze in Selm, Bork und Cappenberg eingetragen. Informationen zu den einzelnen Orten erhalten Sie, wenn Sie auf die einzelnen Markierungen klicken: 

 

 

 

 

"Wir prüfen während der Hauptuntersuchung zum Beispiel die Standsicherheit der Geräte", so Schultz. Ob es Fangstellen gibt, an denen sich die Kinder verheddern können, und ob das Holz einzelner Klettertürme morsch geworden ist. 

Rund vier Wochen war Jens Schultz im Einsatz - mal alleine, mal mit Kollegen. Die Missstände hat er dokumentiert, Kleinigkeiten repariert. Größere Arbeiten wie an der Drehscheibe an der Ludgerikirche und den großen Kletternetzen an Schul- und Römerstraße dauern noch, müssen auch finanziell erst gestemmt werden.

Auf die zum Teil negativen Reaktionen von Anwohnern - auch auf Facebook - sagt er: "15.000 Euro sind im Haushalt als Budget für Spielplätze eingeplant." Wolle man alle Spielplätze auf Selmer Stadtgebiet mit neuen Spielgeräten ausstatten, wären die schnell aufgebraucht. "Alleine ein Kletterturm wie an der Römerstraße kostet Tausende Euro."

Welche Selmer Spielplätze müssten saniert werden?

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