Feuerwehr in Selm: 216 mal sind die freiwilligen Wehrleute 2019 zum Einsatz ausgerückt

rnFreiwillige Feuerwehr

Zu 216 Einsätzen ist die Selmer Feuerwehr 2019 geeilt. Der Blick auf das vergangene Jahr war Teil der Jahresdienstbesprechung am Freitag. Ein Großbrand bleibt der Wehr besonders im Gedächtnis.

Selm

, 08.03.2020, 20:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Suppe, die es am Freitagabend bei der Jahresdienstbesprechung der Selmer Feuerwehr gab, hatte die Familie Brüning gekocht. Nicht nur, weil sie das gut kann. Sondern auch, weil die Brünings der Selmer Feuerwehr sehr dankbar sind - und das offenbar zeigen wollten. Der Grund: Als im November 2019 die Landfleischerei Brüning in Selm in Flammen stand, war die Wehr zur Stelle. Über mehrere Stunden löschten die Freiwilligen Helfer das Hofgebäude, konnten verhindern, dass alles zerstört wurde.

Es war der größte Einsatz im Jahr 2019, sagte Wehrführer Thomas Isermann in seinem Rückblick auf das vergangene Jahr. Insgesamt, so sagte er, sei die Feuerwehr 216-mal ausgerückt. Kein Wunder also, dass sich nicht nur aktive Wehrleute, Ehrenabteilung und Jugendfeuerwehr im Borker Feuerwehrgerätehaus eingefunden hatten, sondern auch Vertreter von Verwaltung, Politik, Kirche, DRK, THW, von der der Kreisfeuerwehr und und und: Sie alle wollten Danke sagen für den ehrenamtlichen Dienst der Feuerwehr.

Der Selmer Bürgermeister Mario Löhr (r.) übergab den Schlüssel für das neue Auto der Jugendfeuerwehr an Tim Riemann und Thomas Isermann von der Feuerwehr.

Der Selmer Bürgermeister Mario Löhr (r.) übergab den Schlüssel für das neue Auto der Jugendfeuerwehr an Tim Riemann und Thomas Isermann von der Feuerwehr. © Marie Rademacher

Insgesamt 17.186 Arbeitsstunden haben die Feuerwehrleute im Jahr 2019 geleistet - bei Übungen, Lehrgängen und Seminaren, Brandschutzerziehungen, vor allem aber im direkten Einsatz. 4378 Stunden hat die Selmer Feuerwehr allein dafür aufgebracht.

Fünf besondere Einsätze aus den vielen geleisteten herauszusuchen, fiel Thomas Isermann in seinem Jahresrückblick nicht leicht. Neben dem Großbrand bei Brüning nannte er einen Gartenhüttenbrand im Januar, bei dem die Feuerwehr Löschwasser aus dem Gartenteich pumpte, einen Gasgeruch-Einsatz im Selmer Zentrum und einen Brand im Cappenberger Wald im Sommer.

Aber nicht nur das Zurückschauen gehört zu einer Dienstbesprechung, sondern auch der Blick nach vorne. Gerade deshalb passte es gut, dass am Freitag auch die Jugendfeuerwehr eine zentrale Rolle spielte. Bürgermeister Mario Löhr überreichte den Nachwuchskräften (Achtung Wortspiel) ein brandneues Auto. Einen Mannschaftstransportwagen der Marke VW, um genau zu sein.

„Ich wurde gerade schon gefragt, ob uns dafür die rote Farbe ausgegangen ist“, scherzte Thomas Isermann, bevor Pfarrer Lothar Sonntag und Feuerwehrseelsorger Johannes Gospos das neue Fahrzeug segneten. Zum Hintergrund: Der Wagen ist nicht rot, sondern weiß. So komme das neue Logo der Jugendfeuerwehr, deren Geschichte bis 1973 zurückgeht, besonders gut zur Geltung.

Veränderungen beim Personal

Tim Riemann nahm den Schlüssel für den neuen Wagen von Mario Löhr in Empfang. Es war eine seiner letzten Amtshandlungen als Jugendfeuerwehrwart, die er wahrnahm. Bei der Jahresdienstbesprechung gab er das Amt an Robert Schmidt (34) weiter.

Es gab noch weitere Personalien zu verkünden: Andreas Ribbing ist nicht mehr Einheitführer des Löschzugs 2 (Bork). Aus privaten Gründen, so Isermann, habe er das Amt niedergelegt. Sein Nachfolger und somit neuer Einheitsführer in Bork ist Martin Groß. Der wiederum war vorher stellvertretender Einheitsführer - dieses Amt wird nun Tim Riemann übernehmen.

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