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Für Katastrophen gewappnet: Selmer Feuerwehr rüstet Gerätehäuser auf

rnFeuerwehr Selm

Für Katastrophenlagen rüstet die Selmer Feuerwehr auf. Noch in diesem Jahr soll es an den Gerätehäusern etwas Neues geben, um auch im Fall der Stromausfälle handlungsfähig bleiben zu können.

Selm

, 25.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Blitzeinschläge und Stromausfall. Kommunikationswege brechen ab. Wie Hilfe holen? Wie soll sich die Feuerwehr koordinieren?

Die Feuerwehr verlässt sich immer mehr auf technische Hilfsmittel. An einigen Stellen macht es das Retten und Löschen leichter. Immer mehr Technik birgt jedoch auch die Gefahr von Ausfällen der Stromversorgung.

„Die Anforderungen an den Katastrophenschutz sind nach den Ereignissen und Unwetterlagen der letzten Jahre erheblich gestiegen und wurden deshalb auch im aktuellen Brandschutzbedarfsplan der Stadt Selm berücksichtigt“, sagt Stadtsprecher Malte Woesmann deshalb auf Anfrage. Gemeint sind etwa flächendeckende Stromausfälle.

Gerätehäuser bieten Schutzraum für die Bevölkerung

Deshalb erfahren die Haupt-Gerätehäuser der Freiwilligen Feuerwehr Selm eine Aufrüstung, um auch im Fall der Stromausfälle handlungsfähig bleiben zu können.

Dafür schafft die Stadt einen mobilen Notstromgenerator an. An den Gerätehäusern sollen Einspeisemöglichkeiten – also im Prinzip Steckdosen – installiert werden. „Der Generator muss noch beschafft werden“, sagt Stadtbrandinspektor Thomas Isermann.

Für Katastrophen gewappnet: Selmer Feuerwehr rüstet Gerätehäuser auf

Die Selmer Feuerwehr will auch bei Stromausfällen handlungsfähig bleiben. © Tobias Weckenbrock (Archiv)

„Wir müssen im Notfall die Kommunikationswege aufrecht erhalten und die Einsätze koordinieren können“, erklärt er die Maßnahme. Wenn möglich, strebe die Feuerwehr an, dass die drei Haupthäuser Selm, Bork und Cappenberg autark, im Notfall also nicht auf das Stromnetz der Stadt angewiesen, sind.

„Außerdem können wir dann eine Verpflegungsstation einrichten.“ In Notfällen könne die Bevölkerung Schutz für die Bevölkerung bieten.

Versorgung zunächst in Selm und Bork

Noch in diesem Jahr soll der Notstromgenerator „innerhalb eines Ausschreibungsverfahrens“ angeschafft werden, erklärt Malte Woesmann. Die sogenannten Einspeisevorrichtungen sollen zunächst an den Feuerwehrhäusern in Selm (Auf der Geist 2) und Bork (Adenauerplatz 7) installiert werden. „Der Standort Cappenberg ist anschließend geplant“, sagt Woesmann.

„Die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr kann durch diese Maßnahme auch bei sehr schwierigen Einsatzlagen oder kreisweiten Flächenlagen mit längeren Stromausfällen sichergestellt werden. In Zeiten voranschreitender Digitalisierung sind zudem immer mehr Systeme der Feuerwehr auf eine stabile Strom- und Datenversorgung angewiesen“, sagt Woesmann, „die Anpassung der Infrastruktur ist daher unausweichlich.“

Woesmann ist sich sicher: „Diese Maßnahme stellt eine erhebliche Verbesserung der Leistungsfähigkeit unserer Feuerwehr dar und dient somit der Sicherheit der Selmer Bürger.“

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