Die Feuerwehr wird in Hassel bleiben. Dafür muss zwar investiert werden, aber das Geld ist gut angelegt, findet unsere Autorin. © Günther Goldstein
Meinung

Feuerwehrgerätehaus in Hassel: Eine Investition in die Sicherheit der Bürger

Eine halbe Million Euro wird in Umbau und Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses Hassel fließen. Mindestens, beim Blick auf die aktuelle Baustoff-Preisentwicklung. Doch das ist gut, findet unsere Autorin.

Ja, eine halbe Million Euro ist viel Geld. Ja, eine Verlegung der Einheit Hassel nach Bork käme trotz anfallender Umbaumaßnahmen deutlich günstiger. Aber dennoch: Eine mittlere sechsstellige Summe in den Standort Hassel der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Selm zu investieren, ist die richtige Entscheidung.

Viele mögen das Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr als ein Hobby ansehen – aber es ist eines, das Menschenleben rettet. Das Hab und Gut sichert. Das Gefahren durch Wind und Wetter abwendet. Und zwar für jeden, der in Selm wohnt oder zufällig dort vorbeikommt.

Um all das leisten zu können, investieren Freiwillige Feuerwehrleute unglaublich viel Zeit. Zeit, um sich das erforderliche Fachwissen anzueignen. Zeit, die für die eigene Familie fehlt. Bei aller Leidenschaft, die Feuerwehrleute für ihr Tun mitbringen: Es ist eine Leidenschaft zugunsten anderer.

Ohne freiwillige Feuerwehrleute, die als Verstärkung bereit stehen oder bei größeren Einsätzen sofort mit ausrücken können, funktioniert auch keine Berufs- oder hauptamtliche Feuerwehr. Deren Zahl ist aufgrund der zu zahlenden Gehälter ohnehin begrenzt – doch auch dort arbeiten Menschen, die ihre ersten Flammen bei einer Freiwilligen Feuerwehr löschten. Feuerwehr muss daher nah dran sein. Um schnell helfen zu können, und um Nachwuchs gewinnen zu können. In die Freiwillige Feuerwehr muss also investiert werden – also dann doch am besten in etablierten Strukturen.

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