Finanzierung für Selmer Hospizgrundstück steht

Beginn der Bauplanungen

Für das geplante Hospiz in Selm ist ein Investor gefunden worden, der die Kosten für das Grundstück übernimmt. Die Bauplanung steht aber noch ganz am Anfang: Zunächst wird ein neuer Architekt gesucht. Wo genau sich das Grundstück für das neue Hospiz befindet, hat der Verein "Zum Regenbogen" jetzt bekanntgegeben.

SELM

, 05.01.2017, 12:16 Uhr / Lesedauer: 2 min
Finanzierung für Selmer Hospizgrundstück steht

Hier geht es zum Grundstück für das Hospiz.

Ein stationäres Hospiz mit zehn Plätzen für sterbenskranke Menschen in der Stadt Selm wünscht sich der Verein Zum Regenbogen: ein Ziel, das die ehrenamtlichen Mitglieder seit September 2014 verfolgen. Inzwischen sind sie einen wichtigen Schritt weiter gekommen, der nach Bork führt.

Dass durch die Hilfe der Stadt ein 4000 Quadratmeter großes Grundstück inzwischen reserviert ist, hatten die RN vor drei Wochen berichtet. „Da sind wir dem Bürgermeister sehr dankbar“, so Vorsitzende und Gründungsmitglied Sylvia Dotzauer. 180.000 Euro würden bis Februar benötigt, um diese Fläche zu kaufen, ist noch auf der Homepage von „Zum Regenbogen“ nachzulesen. Das hat sich überholt. „Wir haben zum Glück auch einen Investor gefunden, der das Grundstück übernimmt.“, so Dotzauer am Mittwoch auf Anfrage unserer Redaktion. Den Namen wollte sie noch nicht sagen.

Hier liegt die neue Fläche für das Hospiz: 

Öffentlich machte sie dagegen, wo sich die Fläche befindet: am Dieselweg in Bork. „Ein wirklich sehr schönes Grundstück“, sagt die Frau, die fast 40 Jahre lang als Krankenschwester tätig war: gut zu erreichen, relativ ruhig, aber nicht abgeschieden.

Das Hospiz, das darauf gebaut werden soll, kostet rund 2,6 Millionen Euro. Noch fehlt aber eine konkrete Bauplanung. Der Architekt, mit dem der Verein zusammengearbeitet hatte, sei wegen Terminschwierigkeiten zurückgetreten, so Dotzauer. „Nächste Woche treffen wir uns mit einem anderen.“

„Ich bin optimistisch“, sagt sie. Deshalb will sie gar nicht über den Fall nachdenken, dass es dem Verein doch nicht gelingen sollte, genügend Spenden zu sammeln. Dennoch: „Falls das eintritt, werden wir das Geld an gemeinnützige Vereine in Selm komplett weiterreichen.“

Wann das Hospiz fertig ist, wenn alles gut läuft? Die Vorsitzende möchte keinen Termin nennen, „dafür gibt es noch zu viele Unwägbarkeiten“. Mindestens zwei Jahre, vielleicht auch deutlich länger. Spenden werden danach weiter fließen müssen. 95 Prozent der Unterbringungskosten übernehmen nach dem Palliativgesetz die Krankenkassen. Die anderen fünf Prozent muss das Hospiz durch Spenden aufbringen. Für die Sterbenden wird der Aufenthalt kostenlos sein.

Diese Hospize gibt es bisher im Umkreis: 

Bis der Traum des Vereins Zum Regenbogen am Dieselweg in Erfüllung geht, müssen sich Schwerstkranke an eines der Hospize im Umkreis wenden: Lünen, Schwerte, Dortmund, Dülmen oder Datteln. Oder an den ambulanten Hospizverein Selm-Olfen-Nordkirchen, der sie zu Hause betreut. Die Mitarbeiter beider Vereine treffen sich regelmäßig, wie Karin Goebel, zweite Vorsitzende des ambulanten Hospizdienstes, sagt. Schließlich verfolgten beide dasselbe Ziel: Menschen in der letzten Lebensphase und deren Angehörigen zur Seite stehen mit Zeit und Verständnis. 

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